Arbeitgeber kleine Steuerkanzlei

Mitarbeiterbindung durch attraktives Arbeitsumfeld

Stellen Sie sich vor, es gibt Arbeit und keinen der sie machen kann – Eine Situation, die vielen kleinen Steuerkanzleien bekannt vorkommen dürfte. Der Markt für Steuerfachangestellte scheint leer gefegt, monatelange Mitarbeitersuche ist die Regel und um die wenigen guten Fachkräfte konkurrieren zahlreiche Kanzleien. Das Risiko, gute Mitarbeiter durch Abwerbung zu verlieren, steigt. Richtig aufgestellt haben kleine Steuerkanzleien ihren Mitarbeitern viel zu bieten.

Der Weggang eines Mitarbeiters ist gerade bei kleinen Steuerkanzleien besonders schmerzhaft, denn er ist nicht einer von 40, sondern einer von vielleicht drei oder vier Mitarbeitern. Er nimmt innerhalb der Kanzlei eine zentrale Rolle ein und unterstützt den Steuerberater in allen wichtigen Belangen. Er bestimmt Rentabilität und Qualität der kleinen Steuerkanzlei maßgeblich mit. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an ihn.

Das macht die Suche nicht einfacher. Entsprechend hochqualifizierte Mitarbeiter sind in der Regel heiß begehrt. Und als wäre das noch nicht genug, sind kleine Steuerkanzleien im Ringen um Fachkräfte auch noch klar im Nachteil – so zumindest der allgemeine Tenor. Immerhin können große Steuerkanzleien ihren Mitarbeitern mehr bieten, das heißt in der Regel, mehr Gehalt zahlen.

Ergebnisse aus der Zukunftsstudie:

Qualifiziertes Personal zu finden wurde einfacher.

(Antworten anhand einer 7er Skala, wobei 1 "stimme voll und ganz zu" bedeutet und 7 "stimme überhaupt nicht zu" )

Statistik Mitarbeiter

 Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download

Gehalt ist nicht alles

Dass kleine Steuerkanzleien in Sachen Gehalt meist nicht dasselbe bieten können wie ihre großen Wettbewerber ist nicht überraschend, allerdings kein Grund, gute Mitarbeiter gleich aufzugeben.
Denn das Gehalt ist bei der Auswahl des Arbeitgebers nur einer von mehreren Faktoren und meist nicht mal der wichtigste. Dies zeigen die Umfragen der Bundessteuerberaterkammer unter den frisch gebackenen Steuerfachangestellten. Wichtiger als das Gehalt sind den Absolventen vielseitige Tätigkeiten, anspruchsvolle Aufgaben, eigenverantwortliches Arbeiten und der Kontakt zu den Mandanten. Hier stehen kleine Steuerkanzleien ihren großen Wettbewerbern in nichts nach.

Vielseitiges Arbeitsumfeld

Kleine Steuerkanzleien bieten ein abwechslungsreiches und forderndes Arbeitsumfeld, von dem Mitarbeiter auf vielfältige Weise profitieren können:

In einer kleinen Steuerkanzlei beschränkt sich ihr Aufgabenfeld nicht auf wenige immer gleiche Tätigkeiten: Neben Finanzbuchführung, Buchhaltung, Steuererklärungen, Jahresabschlüssen sowie Lohn- und Gehaltsabrechnungen übernehmen sie administrative Aufgaben und stehen im ständigen Kontakt zu Mandanten, Finanzämtern und verschiedenen Institutionen. Sie genießen ein hohes Maß an Vertrauen, arbeiten selbstständig und eigenverantwortlich und sind in alle Angelegenheiten der Kanzlei eingebunden. Darüber hinaus profitieren sie von einer familiären Arbeitsatmosphäre. Da sie täglich in engem Kontakt zum Inhaber der Kanzlei stehen, können sie Fragen und Probleme ohne Umwege ansprechen sowie direkt von Wissen und Erfahrung des Steuerberaters profitieren.

Die richtige Kommunikation

Als Inhaber der kleinen Steuerkanzlei sollten Sie Ihre Mitarbeiter mit Fortbildungen unterstützen und ihnen helfen sich weiter zu entwickeln. Bringen Sie in Erfahrung, was ihnen wichtig ist, was sie beschäftigt und was für Ziele sie haben. Lernen Sie Ihre Mitarbeiter kennen und zeigen Sie ihnen, dass Sie ihre Arbeit wertschätzen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern ehrliches Feedback, seien Sie offen für Verbesserungsvorschläge und würdigen Sie gute Leistungen.

Das alles trägt dazu bei, dass Ihr Mitarbeiter sich in seinem Arbeitsumfeld wohl fühlt – die Grundlage für eine langjährige Zusammenarbeit. Denn ein Mitarbeiter, der zufrieden ist und sich mit seiner Arbeit identifizieren kann, lässt sich nicht durch ein paar Euro mehr abwerben.

Es gibt keinen Grund sich zu verstecken

Die kleine Steuerkanzlei braucht sich auf dem Mitarbeitermarkt nicht verstecken. Sie kann selbstbewusst nach vorne treten und ihren Mitarbeitern ein vielseitiges und erfüllendes Arbeitsumfeld mit Entwicklungspotential bieten. Gepaart mit respektvoller Kommunikation untereinander und einer gesunden Feedbackkultur ergibt sich eine solide Grundlage für langfristig zufriedene und motivierte Mitarbeiter.

Alexander Koschier

Alexander Koschier ist Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung bei Agenda. Als Bereichsleiter Marketing & Sales ist er mit der Steuerbranche und den Herausforderungen kleiner Kanzleien bestens vertraut. (www.agenda-software.de)

Kommentarautor Team Steuerberaterseite 21.06.2017 09:22 Team Steuerberaterseite Liebe Diskussionsteilnehmer, die Kommentarfunktion dieses Beitrags wurde geschlossen. Der Grund: Im Rahmen der regen Diskussion haben sich Verstöße gegen unsere Netiquette (https://www.steuerberaterseite.de/zukunftsdialog/netiquette.htm) gehäuft. Gerne können Sie Ihre Meinung zu anderen Themen in sachlicher Form weiterhin auf unserer Steuerberaterseite veröffentlichen. Viele Grüße Ihr Steuerberaterseite-Team Kommentarautor Alexander 02.05.2017 22:47 Alexander Einmal und nie wieder! Ich habe 15 Monate beim RA StB WP durchgehalten, direkt nach der Ausbildung. Habe mit 2,400 Euro das "höchste" lach Gehalt bekommen. Bin dann weg für 3,000 in die freie Wirtschaft (alles Berlin). Fazit: ein, zwei Jahre am Anfang beim StB ist das Höchste der Gefühle, danach große Kanzlei mit mit mind 50 Mitarbeitern oder freie Wirtschaft. In der Realität will der StB nur abkassieren und die Angestellten arbeiten lassen. In wenigen Jahren gibts keinen Nachwuchs mehr, allenfalls noch in den großen Städten. Der Rest kann dann die Scheiße selbst buchen und rumjammern, daß ja keiner beim StB arbeiten will. Einziger Vorteil, daß dann die StB-Prüfung viel leichter wird. Kommentarautor Hannes 26.04.2017 21:56 Hannes Huhu, super Stimmung hier :D Bin jetzt seit 1,5 Jahren als Steuerfachwirt weg vom Steuerberater. Lasst euch nicht verarschen, Leute, insbesondere die Frauen! Von was für Gehältern ich da gehört habe, oh man. Da waren Fachangestellte die zugaben, dass sich bei ihnen ja noch die sonstigen Vorsorgeaufwendungen auswirken würden. Hier brauch ich das wohl nicht weiter erläutern... :P Wieso lasst ihr das mit euch machen?!?! Es ist eure Lebenszeit, verkauft sie nicht so billig! Man darf sicher nicht alle StB in eine Schublade stecken, aber der Großteil sind absolute Geizhälse und Ausbeuter! Und dafür schämen die sich noch nicht mal! greetz Kommentarautor Ginger 20.02.2017 19:06 Ginger Ich bin Berlinerin und seit 1996 Steuerfachangestellte. Bevor ich in die freie Marktwirtschaft gewechselt bin, habe ich 8 Jahre in einer Stb/WP gearbeitet. Das Gehalt war gruselig. 2.300,00 Euro. In der ersten Firma bekam ich 3.000,00 Euro. Jetzt bin ich in einem größeren Unternehmen und bekomme 3.800,00 Euro bei einer 38 Stunden/Woche. Ich kann nur jedem SteuerFA raten, geht in die freie Marktwirtschaft. Für die sind wir im Vergleich zu den Steuerberatern nämlich ein Schnäppchen. Unsere Berufskollegen die Bilanzbuchhalter bekommen in den großen Unternehmen zwischen 4.200,00 Euro und 4.500,00 Euro. Keiner geht mehr zum Steuerberater. Das Ungleichgewicht der Bezahlung ist einfach zu groß. Nur Mut, es wird angemessen bezahlt. Lasst die Stb alleine rum wurschteln. Dann gewöhnen sie sich wieder an die Preise. Kommentarautor Palina 30.12.2016 00:11 Palina Durch den Personalmangel und die Höhe arbeitsdichte verschärft sich das ausbildungsproblem auch noch zusätzlich... Diese Erfahrung mache z. Z. als Umschülerin.nach einem Jahr intensivem Unterricht,voller wissen u Motivation wird man in den Kanzleien mit administrativen Aufgaben, Ablage und prüfen von elendig langen Egf-Bescheiden gequält,dass man regelrecht verblödet...Zwischendurch soll man dann neben den ganzen anderen Aufgaben ne Steuererklärung machen,für die man als Anfänger aber eigentlich Ruhe und Konzentration benötigt.fragen stellen??? Unmöglich,keiner hat Zeit,diese zu beantworten.zudem sind die Aufgaben auch sehr ungleich verteilt...Während die "gut ausgebildeten" plötzlich keine einfachen Tätigkeiten wie Einsprüche schreiben oder Bescheide prüfen dürfen,ersticken die Straße,die "nur verwalten"in diesen Aufgaben,damit jene anderen in Ruhe JA 's u Steuererklärungen für die großen Gesellschaften machen können. Das man nach so einer Ausbildung nichts können kann,ist eigentlich vorprogrammiert.Von der sinkenden Motivation und Verlust des Interesses an dem Beruf Mal ganz zu schweigen... Quantitativ ist man völlig überfordert,aber Anspruch haben die Aufgabe n nichts zu bieten. Ich hoffe das ich dieses Praktikum irgendwie nervlich überstehe und hinterher ein besseres Büro finde wo ich mir den Beruf dann irgendwie selbst beibringen muss?! Theorie und Praxis unterscheiden sich nun Mal. Von daher werde ich dann wohl zu den schlecht bezahlten stfa's die ja auch nichts können?aber eine Auszubildende Ann halt auch nur so gut sein wie der Ausbilder selbst...Von daher auch ein hausgemachten Problem.keine Zeit und Muße auszubilden?Tja,dann eben kein Personal.und selbst als schlecht ausgebildeten Straße findet man irgendwo anders einen Job,dafür ist der Ruf einfach zu gut!!! Kommentarautor Martin 24.09.2016 21:05 Martin @Karl. Die USt-VA sendet der Mandant selbst. Addison ist super! Haftpflichtversicherung brauche ich keine:-) Kommentarautor Karl 18.09.2016 20:28 Karl @Martin Wie geil ist das denn?! Find ich genial, dass du das machst. Hätte ich auch Lust drauf. Wie ist das denn eig., du darfst doch dann die USt-VA nicht senden oder? Lässt du das dann vom Unternehmer selbst senden? Mit welchem Programm arbeitest du, bzw. was kostet das an Lizenzgebühren? Gibt es Gefahren wegen der Haftung, wenn was falsch beurteilt wird, hast du eine Haftpflichtversicherung? Naja, sorry für due ganzen Fragen, aber wenn du mal Zeit und Lust hast, lass noch mal von dir hören, interessiert bestimmt noch ein paar mehr hier. Mach auf jeden Fall weiter so! Wünsch dir weiterhin viel Erfolg. Ohje, die ach so armen Steuerberater werden es in naher Zukunft nicht leicht habe gute Leute zu finden, dass wird ja auch schon durch diverse Vorkommentare deutlich :-D Kommentarautor Martin 17.09.2016 21:52 Martin Tja, ich denke auch, dass die finanzielle Seite den ausschlaggebenden Grund für den Personalmangel innerhalb dieser Branche darstellt. Bin Steuerfachwirt und seit 15 Jahren in der Branche tätig. Hab viele Steuerbüros kennengelernt; und auch die "Steuerberater". Mir muss keiner mehr was erzählen. Bin seit sechs Monaten selbständig und bearbeite die Fibu + Lobu von nunmehr vierzig Mandanten, die ich in den letzten Jahren in den drei versch. Steuerbüros kennengelernt + betreut habe. Jetzt verdiene ich endlich richtig Geld. Die Mandanten sind glücklich über das geringere Honorar, welches Sie jetzt zahlen müssen und ich bin auch glücklich über ein höheres Einkommen. Die einzigen, die jetzt unglücklich sind, sind die Steuerberater, die "vierzig" Mandanten verloren haben, ätsch bätsch !!!!! Kommentarautor anna k 23.06.2016 17:45 anna k Ganz genau so ist es. Dem Fachkräftemangel versucht die Agentur für Arbeit mit reichlich Umschulungen entgegen zu wirken. Ist die Agentur für Arbeit eine Lobby der Steuerberater?? Anders kann ich mir nicht erklären, dass so massiv unschuldige Arbeitslose in diese Umschulung gezwungen werden. Dann werden sie 2 Jahre schlecht ausgebildet um später die Lohnsklaven für die Steuerberater zu spielen, da meistens die von den Steuerberatern ausgebildeten jungen Menschen in die Wirtschaft abhauen ( so am eigenen Leib erfahren ). Aber auch die Umschüler gehen wenn sie Berufserfahrung gesammelt haben! Niemand lässt sich für dumm verkaufen, selbst der unintelligenteste Mensch merkt irgendwann was beim Steuerberater abgeht. Kommentarautor Mike 22.06.2016 09:13 Mike Nichts wie weg vom Steuerberater, das sehe ich ganz genauso. Das Gehalt ist ja an sich schon miserabel. Wenn man aber noch berücksichtigt wie hoch die Arbeitsbelastung ist (in Urlaub gehen eigentlich unmöglich, nur wenn vor und nach dem Urlaub massiv Überstunden gerissen werden), man sich ununterbrochen fortbilden müsste, um aktuell zu bleiben (mein Chef schickt seine AN jedoch nur sehr selten zu Seminaren, da zu geizig) und das ganze Arbeiten an sich durch sog. Steuervereinfachungsgesetze letzlich immer komplizierter wird, so dass es einem gar unmöglich erscheint einem Mandaten zu erklären, warum jenes jetzt nunmal so zu handhaben ist, dann führt dieses Missverhältnis einfach dazu, dass das sowieso mickrige Gehalt, in diesem Verhältnis meiner Auffassung nach schon in Richtung Ausbeute geht. Meiner Erfahrung nach kommt hinzu, dass dem Steuerberater diese Probleme seiner MItarbeiter überhaupt nicht stören, obwohl diese nämlich bekannt sind, interessiert er sich dennoch nur für den Umsatz. Und wenn man dann noch zu hören bekommt, wie der Chef sich nach Vorlage eines Abschlusses fragt, wie der Mandant denn von so einem Gewinn leben kann und man selbst als Angestellter aber noch weniger verdient, dann kommt man sich richtig verarscht vor! Aber der Fachkräftemangel schreitet immer weiter voran, die Steuerberaterkammern haben seit Anfang des Jahres MASSIV die Ausbildungsvergütungen erhöht, was auch nichts mehr nützen wird. Es verändert sich etwas, die Menschen lassen sowas langsam nicht mehr mit sich machen, denn in meinem Umfeld habe ich die vergangenen Monate von unzähligen Leuten gehört die gekündigt haben und was anderes machen werden. Die Steuerberater werden schon bald ganz schön alt aussehen, wenn Sie keine Leute mehr finden. Aber wie man den Kommentaren der StB hier entnehmen kann, reden/schreiben sie an diesem Problem vorbei, fragen sich auf der anderen Seite jedoch wie es kommt, dass es zunehmend schwieriger wird Personal zu finden und zu binden. Inmitten dieser Kündigungswelle von der ich schrieb, habe ich durch Kollegen von vielen Steuerberatern gehört die suchen und nicht eine Bewerbung reinbekommen oder andere nehmen den erstbesten und einzigen Bewerber. Und die Menschen nehmen zu, die sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen! Kommentarautor Team Steuerberaterseite 21.06.2016 11:35 Team Steuerberaterseite Liebe Diskussionsteilnehmer, wir freuen uns, dass Sie sich für dieses Thema interessieren und die Kommentarfunktion für einen regen Austausch nutzen. Angesichts einiger der letzten hier veröffentlichten Meinungen wollen wir Sie aber ausdrücklich auf unsere Netiquette (https://www.steuerberaterseite.de/zukunftsdialog/netiquette.htm) verweisen. Wir bitten Sie freundlich, sich bei weiteren Kommentaren daran zu halten ? andernfalls behalten wir uns die Löschung einzelner Kommentare vor. Viele Grüße, Ihr Steuerberaterseite-Team Kommentarautor anna k 20.06.2016 21:23 anna k Leute nichts wie weg vom Steuerberater. Diese Subjekte verdienen nichts anderes als dass sie keinen mehr finden. Dann können die ihre stinkenden Belege selbst sortieren. Gottseidank sind die Frauen von heute auch nicht mehr so dumm und werden Gehilfe von Männern die sie nur ausbeuten. Kommentarautor EnricoP 20.06.2016 12:12 EnricoP also Leute ganz direkt: Wer beim Stb arbeitet dem ist letzl. nicht zu helfen. Es ist bekannt das StB ihre qualifizierten Mitarbeiter*innen schlecht bezahlen. Das liegt aer wohl hauptsächl. daran das die StB sehr Geld geil sind und ihren Hals nicht voll kriegen. DESWEGEN sucht euch andere Jobs. Ich bin gelernter SteuFa und bin nach drei Jahren weg vom StB hauptsächl deshalb weil die Bezahlung unter aller Kanone ist. Es lohnt sich einfach nicht. Ich arbeite heute im Handwerk, wo ich als hilfsarbeiter eingestiegen bin und ich mich über die Jahre weiter qaulifiziert habe und ich heute einen Gesellenbrief in der Tasche habe. Ich habe selbst in der Anfangszeit als Hilfskraft mehr Brutto verdient als zum Ende meiner Tätigkeit als SteuFa. Handwerk lohnt sich finanziell schon, man muss aber auch was dafür tun und man kann sich schön (schwarz) was neben bei verdienen. Gruss Enrico Kommentarautor Tim Klier 20.06.2016 11:54 Tim Klier Gehalt ist nicht alles. Das ich nicht lache. Und grad die Steuerberater die selbst ihren Hals nicht voll bekommen erzählen sowas. So leid es mir auch tut aber beim StB arbeiten ist vergeudete Lebenszeit. die Anforderungen sind hoch, man muss sich permanent fortbilden und permanent sehr genau arbeiten. Es gibt wohl sehr wenig Berufe in denen man sehr sorgfältig arbeiten muss aber im Gegenzug wird diese anspruchsvolle u. eigenverantwortl. Arbeit so schlecht bezahlt. Ich bin selbst Steuerfachwirt und bin nach diesem abschluss weg vom StB gegangen. Ich habe eigenverantwortlich sämtliche Steuererklärungen und Abschlüsse bearbeitet und auch mit der Fibu bin ich richtig überladen worden. Eine 50 Stunden Woche war bei mir der Regelfall. Aber als ich 3.500 ? Gehalt forderte kamen ganz viele Gründe wieso u. warum das ja nicht gehen würde, etc.. so leid mir es tut aber beim Steuerberater arbeiten lohnt sich einfach nicht. Die Steuerberater sind dafür bekannt sehr schlecht zu bezahlen, das ist mit auch der ausschlagende Punkt warum es in diesem Bereich so Nachwuchsprobleme gibt. Gerade die kleinen Kanzleien, die dann auch die Agendasoftware haben und nicht Datev, haben ja die größten Schwierigkeiten Leute zu finden, weil die ja noch schlechter bezahlen als die größeren Konkurrenten. Kommentarautor Paula 02.03.2016 20:26 Paula Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und habe schon beim Überfliegen der Kommentare gedacht: ich fühle mich nicht allein verladen. Gehalt ist nicht alles. Klar. Ich habe 1988 meine Ausbildung beendet und arbeite -bis auf einen krankheitsbedingten Ausfall von 2 Jahren- ununterbrochen als StFA. Zwar "nur" im Bereich Fibu und Lohn aber auch da habe ich schliesslich Fachwissen, das z.B. ein Finanzbuchhalter nicht bieten kann. Der Lohn für fast 30 Jahre Arbeit sind nun 2000 EUR brutto bei einer 40 Std Woche. Dies zum Kommentar von Stb vom 6.12.15. Doch sehr realistisch, wenn ich meine Lohnabrechnung anschaue. In den mtl. 2000 EUR brutto ist übrigens lt. Vertrag anteiliges Weihnachtsgeld enthalten. Kaum zu glauben!! Dazu ist zu sagen, dass ich vor meiner Erkrankung mehr verdient habe und aus Angst nach der "Auszeit" keinen Job zu finden die erste Stelle angenommen habe, die ich angeboten bekam. In einer kleinen Kanzlei mit 10 Mitarbeitern. In unserem Betrieb arbeiten mittlerweile mehr Teilzeitkräfte als Vollzeitkräfte. Schön für die, die wie ich den ganzen Tag da sind und für die Teilzeitkräfte teilweise "Vertretung" machen. Qualifiziertes Personal ist angeblich nicht zu finden. Oder nicht bezahlbar. Vollzeitstellen wurden (wegen Elternzeit) durch 25 Std. Teilzeitkraft ersetzt. Allerdings trägt unsere Kanzlei 2 Partner, die Steuerberater sind. Als Ersatz für eine Bilanzbuchhalterin wurde ein weiterer Steuerberater eingestellt. Der bearbeitet allerdings nur Steuererklärungen und Bilanzen. Den Rest der Arbeit, sprich Fibu und Lohn, was "nichts einbringt" , haben wir StFA zusätzlich "umverteilt" bekommen. Dafür ist der gute Mann "zu teuer". Auf der anderen Seite wird die Frakturierung unserer Leistungen nicht sehr konsequent verfolgt. Bei dem Aufwand, den man insbesondere in der Lohnbuchhaltung betreibt, muss der Mandant entweder entsprechend zahlen oder der Bereich muss ausgelagert werden. Das kann wohl kaum zu Lasten der Bezahlung der StFA gehen. Und dann noch Kommentare wie: ihre Arbeit bringt nichts ein vom Chef. Vielen Dank. Schlimm ist auch, dass an der Qualität der Arbeit gespart wird. Im Endeffekt hat die Bilanzkraft dann das Nachsehen, wenn Azubis oder branchenfremde Teilzeitler mal eben schnell "was durchbuchen" und eigentlich nicht wissen, was sie tun. Trotz allem mag ich meinen Beruf noch immer. Eben wegen der Mandanten und der Vielfalt und trotz GoB, Mindestlohn, Checklisten, Belegen im Schuhkarton und den Schwierigkeiten, die sich der Gesetzgeber so ausdenkt. Ich möchte ungern in der Industrie arbeiten oder in einer Bank. ABER ich möchte auch, dass meine Arbeit gewürdigt wird. UND ich möchte meinen Urlaub zur Erholung nehmen können und nicht vorher und hinterher alles wegen der Termine wieder aufarbeiten müssen, weil ich natürlich keine Urlaubsvertretung habe. Dann kann ich mir den Urlaub auch gleich auszahlen lassen so wie die Überstunden. Und Gehalt mag nicht das Wichtigste sein, aber sorgenfrei leben können möchte ich schon. Und das sollte mit Mitte 40 schon für mehr als Miete und Nebenkosten reichen. Selbst meine Freundin im Einzelhandel verdient mehr als ich. Hab mich schon immer gefragt, was all die Leute beruflich machen, die es sich leisten können ein Haus zu bauen. Steuerfachangestellte als Alleinverdiener sind es wohl nicht! Kommentarautor Mats 13.01.2016 12:00 Mats Richtig! Wenn man als StFA in einer "kleinen Kanzlei" arbeitet; ist das Gehalt nicht das wichtigste. Ein "vielseitiges Arbeitsumfeld"; "Kontakt zu den Mandanten", eigenverantwortliches Arbeiten, "anspruchsvolle Aufgaben": DAS sind die wesentlichen Kriterien/Faktoren für die Tätigkeit als StFA. Das sag ich meiner Frau bzw. meinem Kind auch immer zum Monatsende, wenn sich das Geld dem Ende neigt:-) Irgendwie muss ich denen gegenüber ja den Grund für meine Berufstätigkeit beim Steuerberater nennen:-) Mats (33 Jahre alt StFA/StfWI) Kommentarautor StFA 10.01.2016 18:44 StFA Auch ich als langjährig tätiger StFA kann mich dem Beitrag von "Frank" nur anschließen! Es bleibt einem eigentlich nur die Möglichkeit, in die Industrie abzuwandern oder in einer sehr GROßEN Kanzlei zu arbeiten (mit entsprechender Spezialisierung und mit hohen Gegenstandswerten ausgekleideten Mandaten) In einer "kleinen" Kanzlei zu arbeiten ist die reinste Katastrophe. Du muss ALLES können und machen. Hast keinen eigenen festen Arbeitsbereich. Als Dankeschön bekommste dann 30.000 ? Bruttogehalt zzgl. 2.000 ? Weihnachtsgeld. Und das als Vierzigjähriger, das geht gar nicht. Wenn ich dann immer höre: "Wir finden kein Personal" ... Tja, komisch: Die Industrie + Banken + Versicherungen finden alle kfm. Personal; nur die Steuerberater nicht. Woran mag das wohl liegen!????? Werte Beraterschaft: Das Problem ist nicht, dass Sie kein Personal finden. Das Problem ist, dass Sie kein Personal HALTEN. Das ist das Problem und nichts anderen. Die Ursache dieses Problems beruht nur auf einer Tatsache: GEHALT Aus meiner damaligen Berufsschulklasse von insgesamt 18 Personen arbeiten sage und schreibe nur noch exakt: 3 Personen in diesem Beruf. Alle anderen haben nach Ausbildung studiert oder Bibu gemacht und sind in die Industrie gewechselt. So sieht´s aus. Kommentarautor Alex 09.01.2016 21:28 Alex Hast absolut Recht. Die Berater sollten sich was schämen. Wenn ich die neue "Ausbildungskampagne" sehen auf den Internetseiten der Kammern, krieg ich das "Lachen" bääh Kommentarautor Frank 09.01.2016 21:24 Frank Sehr geehrter Herr Vorredner StB, ich rate Ihnen in der Tat, alle Ihre Mitarbeiter-/innen zu entlassen und die gesamte in Ihrer Kanzlei anfallende Arbeit ALLEINE zu erledigen. Ein besonderer Umstand Ihres Berufsstandes, das gilt insbesondere für Einzelkanzleien, welcher mir im Rahmen meiner nunmehr 15-jährigen Tätigkeit als qualifizierter Steuerfachangestellter/Steuerfachwirt "im Dienste" Ihrer Berufskollegen aufgefallen ist, ist der, dass der StB SELBST teilweise ÃœBERHAUPT keinen Umsatz macht. Bei Ihnen scheint das glücklicherweise anders zu sein; mein Respekt!. Leider habe ich jedoch oftmals feststellen müssen, dass der Berater bzw Berufsträger den größten Teil der EIGENEN Arbeitszeit mit reiner nicht objektiv abrechenbarer "Mandantenpflege-/Gespräche" verbringt; ohne Sinn und ohne messbares Ergebnis. Morgens um 09:00 Uhr erscheinen, 1,5 Std. Mittagspause, um spätestens 17:00 Uhr wieder weg, zwischendurch mindestens 2 Stunden Mandantengespräche über Thematiken ohne Hand und Fuß. Das habe ich allzu häufig erleben müssen. Dann wird´s natürlich schwierig mit dem Gewinn, insbesondere bei einer kleineren Kanzlei mit, wie in meinem Fall : 4 Vollzeitkräfte , 1 Teilzeitkraft und ein AZUBI. Diese 4,5 anrechenbaren Kräfte können über das Lohn/Fibu/JA- Honorar keinen Deckungsbeitrag für den werten Chef (55 Jahre alt/Kanzlei abbezahlt) erwirtschaften, der ihm einen Gewinn von 100.000 € einheimst. Da muss er selbst vielleicht die 100.000 € zumindest mal an EIGENUMSATZ an seinem eigenen Arbeitsplatz realisieren. Bedauerlicherweise habe ich dieses Phänomen schon dreimal erleben müssen und dies auch offen kritisiert gegenüber den Berufsträgern, worauf man mir entgegnete, dass der Berater in erster Linie die Aufgabe hat, Mitarbeiter zu führen und deren Arbeit zu kontrollieren:-)!! In einem kleinen Büro ist das jedoch unverhältnismäßig. Wenn ich als Berater meine gesamte Arbeitszeit nur auf Kontrolle von vier, fünf oder sechs Mitarbeitern verwende und die übrige Zeit nur mit Mandanten über belanglose Dinge rede, wird's finanziell eng. Als qualifizierter Steuerfachwirt (37 Jahre alt, verheiratet + 1 Kind) kann ich es mir nicht erlauben, für ein Gehalt von brutto 2.600,00 € 40-45 Stunden die Woche arbeiten zu gehen. Das mag vielleicht eine gewisse kurze Zeit möglich sein und am Anfang auch in Ordnung sein, aber irgendwann muss man auch mal sein Geld verdienen. Ich verzichte schon auf Urlaub , habe mehrere Hundert Ãœberstunden seit Jahren auf dem Zeitkonto, finanziere meine Fortbildung komplett selber und besuche Seminare nur in meiner Freizeit/Urlaub. Ich kann gut nachvollziehen, dass die meisten in die Industrie abwandern. Mit meiner Qualifikation lässt sich dort locker ein Gehalt jenseits der 3.000,00 € verdienen. Ein Gehalt von 2.300,00 - 2.400 € erhält jeder Industriekfm. schon als Berufsanfänger mit Anfang zwanzig. Mit Anfang Dreißig habe ich 2.400,00 € brutto verdient:-( Derzeit gewährt man mir bei einem Umsatz von ca. 120.000 € ein Bruttogehalt von 13 x 2.850,00 €. Dieses ist sicherlich nicht zu hoch bemessen, wenn ich mir mein Alter, meine langjährige Berufstätigkeit, meine Qualifikation und die Tätigkeitsbandbreite (Fibu + Löhne + JA + St-Erkl. + AZUBI Betreuung) ansehe. Ich habe mich inzwischen dazu entschlossen, nicht mehr länger diese Fachkompetenz für das angeführte Gehalt bereitzustelle. Insofern werde ich in die Industrie wechseln und ich rate jedem jungen Menschen von einer Berufsausbildung zum StFA definitiv ab. Da ist nichts zu verdienen gemessen am Aufwand. Kommentarautor StB 06.12.2015 12:35 StB Wenn auch etwas spät möchte ich hier auch noch einige Anmerkungen hinterlassen. Ich gehöre selbst zu den hier unliebsamen Steuerberatern, die solch grasame Ausbeuter zu sein scheinen. Die Frustration scheint insgesamt sehr hoch zu sein. Einige meiner Vorredner, die selbst Stb AG sind , haben die wesentlichen Punkte schon angebracht. Natürlich möchte jeder Geld verdienen, das ich keine Frage. Es sei zunächst jedoch zu erwähnen, dass ein Steuerberater aufgrund der höheren Verantwortung, des höheren Wissensstandes und der Tatsache, dass er das Unternehmerrisiko trägt auch deutlich mehr verdienen muss als seine Angestellten. Und zu den Kommentaren, dass ein normaler Wald und Wiesen Steuerberater keine 120 TEUR Gewinn braucht, doch die braucht er. Wenigstens solange, bis er den Kaufpreis seiner Kanzlei bezahlt hat. Hätte er nur 80 TEUR, hätte er weniger Netto als Ihr mit Euren gefühlt wie zu geringen Gehältern. Außerdem muss das Unternehmerrisiko vergütet werden, denn warum sollte ich mich sonst mit Personal belasten !? Gehälter von 2.000 EUR für erfahrene, gute StFA halte ich im Übrigen ebenfalls für unrealistisch, jedoch auch Gehälter in Größenordnungen von 3.500 - 4.000 EUR. Ich habe schon manches Vorstelungsgespräch geführt, bei denen das Gegenüber durch absolute Inkompetenz glänzte, jedoch der Meinung war solche Gehälter zu "verdienen". Stellen wir doch erst einmal fest, dass wir ein Dienstleister sind. Dies bedeutet, dass sich das Honorar auf die abrechenbaren Stunden beschränkt. Einer meiner Vorredner hat dargestellt, dass eine Vollzeitkraft auf max. 1.200 abrechenbare Stunden p.a. kommt. Diesen Wert halte ich für durchaus realistisch und anhand meiner Kanzleiauswertungen untermauert. Wenn nun also ein StFA 3.000 EUR verdienen möchte, produziert er mir 13x3.000 EUR + 22 % AG Anteil p.a. 47.580 EUR Kosten. Bei 1.200 Stunden macht das 39,65 EUR pro Stunde. Dazu kommt wie einer meiner Vorredner dargestellt hat ein Fixkostenanteil von 15-25 EUR pro Stunde für Miete, Datev, Seminare, Putzfrau, Möbel etc.. Dieser Wert liegt bei mir bei rund 20 EUR / Stunde. Damit kostet mich der Mitarbeiter dann rund 60 EUR / Stunde. Dabei sind jedoch noch keine Honorarausfälle, Finanzierungskosten für zu späte Zahlungen und Arbeitsausfälle wegen längerer Erkrankung eingerechnet. Dieser Wert ist daher eher optimistisch gerechnet. Ich benötige daher für einen solchen Mitarbeiter 60 EUR pro Stunde nur um meine Kosten zu decken. Da liebe StFA, wenn ich die 3.000 EUR auf eine Stunde umlege bei einer 40 Stunden Woche komme ich auch nur auf 17,34 EUR Brutto pro Stunde + 13. Gehalt. ABER ein Mitarbeiter produziert eben nicht eine 100 % abrechenbare Leistung. 6 Wochen Urlaub, 2 Wochen Feiertage und 1 Woche statistische Krankheitstage reduzieren die anwesenden Stunden in der Kanzlei auf 1.720 Stunden. Davon kann man ca. 30 % Abschlag für Weiterbildung während der Arbeitszeit, Eigenverwaltung und nicht abrechenbare Leistungen einplanen, so dass nur noch 1.200 Stunden übrig bleiben. Hier klaffen gefühlte Wahrnehmung der Mitarbeiter und tatsächliche Gegebenheiten deutlich auseinander. Um nun auch noch Geld mit ihm zu verdienen, denn sonst brauche ich ja kein Personal als Arbeitgeber, muss ich schon mindestens 70-80 EUR pro Stunde abrechnen können. Das wird mit Buchhaltungen und Löhnen schon schwierig, weshalb Mitarbeiter, die eben im wesentlichen nur Fibu und Lohn machen eben deutlich weniger verdienen MÜSSEN. Da sind dann Gehälter um 2.400 - 2.500 EUR leider eine realistische Größenordnung, da es für uns als Arbeitgeber keinen Sinn macht, Geld zu tauschen. Ich habe kein Problem damit, einem guten Mitarbeiter, der mir einen guten Umsatz einbringt (gut = 3 x Jahresgehalt) auch 1/3 des vom ihm eingebrachten Umsatztes als Gehalt zu zahlen. Das passt nur leider bei den wenigsten Mitarbeitern. Bei uns ist es so, dass viele schon Schwierigkeiten haben, das zweifache ihres Gehalts einzufahren. Liebe Leute, an dieser Stelle kommt dann immer, dass wir die Honorare zu gering haben. Wenn jedoch schon 7/10 für eine Fibu berechnet wird und es trotzdem von vorne bis hinten nicht passt, muss man sich vielleicht auch mal die Frage stellen, an wem es liegt. Wenn ich teilweise sehe, wie unselbständig und ohne Verstand gearbeitet wird, wundert mich da nichts. Teilweise werden einfachste Sachen falsch gemacht, 13b Fälle nicht erkannt, falsch geschrieben AR der Mandanten über Jahre nicht beanstandet, Kassen in Excel durchgewunken, Gewinne mit der 1% Regel generiert, weil das Auto schon abgeschrieben ist und und und... Ich muss mir doch als Arbeitgeber durchaus die Frage stellen, ob der Einsatz von Personal überhaupt Sinn macht. Bei mir ist es so, dass ich 80 % meines Gewinns durch eigene Umsätze selbst generiere. Die Mitarbeiter verwalten sich kostenmäßig also quasi selbst und halten mich von der Arbeit ab. Wenn ich alleine arbeiten würde, könnte ich noch mehr Umsatz generieren, so dass es wahrscheinlich schon aufs gleiche rauslaufen würde, ich bräuchte ein kleineres Büro, habe viel weniger Telefonaufkommen, weniger Kostendruck durch einen sehr schmalen Fixkostenaparat etc. Der einzige Nachteil ist, dass man dann eben sehr stark abhängig vom eigenen Mandat ist. Und das ist nicht nur bei mir so, sondern bei vielen meiner Kollegen auch. Es ist alles ein Geben und Nehmen ABER, es ist in der Tat so, dass auch bei abgerechneten Stundensätzen von 60 EUR eben keine 3.000 EUR mtl. bezahlt werden können, auch wenn bei Euch davon nur 17 EUR / Stunde übrig bleiben. Auch kann der Berufsstand nicht jedes Jahr die Gehälter erhöhen, da wir von den Mandanten auch nicht jedes Jahr mehr bekommen. Jede Gehaltserhöhung ginge zu Lasten des Gewinns, da Ihr dann jedes Jahr Mehr bekommen würdet und wir jedes Jahr weniger. Das kann auch nicht UNSERE Motivation sein, zumal es ohne Personal nicht so wäre. Im Übrigen wird in der Industrie und im Großhandel auch nicht so übermäßig viel mehr bezahlt. Ich kenne viele Gehaltsabrechnungen aus dem Bereich, wo die Mitarbeiter auch "nur" 2.500 EUR mtl. in besagten Wirtschaftszweigen verdienen. In unserer Kanzlei liegt der durchschnittliche Verdienst eines erfahrenen StFA im Übrigen bei rund 2.750 EUR x 13 bei einer 38,5 Stunden Woche und 30 Tagen Urlaub. Die reinen Buchhaltungskräfte bekommen jedoch auch weniger. Ich halte diese Beträge für durchaus fair. Sollte ich so wie hier einige fordern damit konfrontiert werden, dass man mich mit 300 EUR mehr oder weg erpressen wollte, würde ich eher alle Mitarbeiter entlassen und alleine arbeiten, da es unterm Strich für mich dann die wirtschaftlich sinnvollere Lösung wäre. Kommentarautor svenja 06.09.2014 17:21 svenja das ist ja gruselig , was hier für gehälter rumschwirren. ich habe -gott sei dank- industriekauffrau gelernt und mein einstiegsgehalt waren 2500,- brutto. (in bayern -vor 7jahren!) Kommentarautor Pepe 02.09.2014 15:40 Pepe @i genau Sie haben es richtig erkannt....wir können einfach alle nix, deshalb verdienen wir so wenig....wir machen jetzt alle den Steuerberater und dann rollt der Rubel....:o))) Kommentarautor l 02.09.2014 15:29 l Ihr solltet Euch alle vielleicht mehr fortbilden. Dann verdient Ihr auch mehr Geld! Von nichts kommt eben nichts! Kommentarautor Pepe 02.09.2014 14:15 Pepe ich bin auch ein Mädel :o))) Pepe ist mein Spitzname ....schon ewig... Ja ich mache auch gerne Fortbildung...muss ich ja...aber das ist halt nicht alles das gesamte Paket muss irgendwie stimmen....wie schon gesagt ich mag meine Arbeit echt gerne aber...ich sollte halt auch davon anständig leben können... Kommentarautor MaxK 02.09.2014 13:37 MaxK Die Fortbildung würde ich selbst nie bezahlen. Das kann man sich bei dem Gehalt sowieso nicht leisten. Die Beraterschaft ist teilweise wirklich asozial. Sollen die doch ihre Fibu selbst buchen, dann werden Sie schon sehen wieviel Zeit für die Beratung bleibt. Hey Pepe wegen den Mädels die sind nun mal so von ihrer Biologie. Denen ist es sehr wichtig, dass sie gut in der Gruppe integriert sind, ich verstehe die schon. Es bleibt uns als wenigen Männern in der Branche eben nur die Möglichkeit hart zu verhandeln und wenn es nicht passt eine neue Stelle zu suchen. Früher oder später müssen diese geizigen Arschlöcher mal anfangen besser zu zahlen, sonst finden die hoffentl. keinen mehr der denen die Arbeit macht. Kommentarautor Maxi 02.09.2014 12:59 Maxi Naja @Pepe. Du hast schon Recht. Aber ehrlich, Du profitierst ja auch durch mehr Wissen. GERADE auch bei einem Arbeitgeberwechsel ;-). Und zum Thema "immer mehr"...Naja, man kann auch eine Arbeit ablehnen. Bzw. sagen, dass dann aber erst mal was anderes liegen bleibt. Kommentarautor Pepe 02.09.2014 12:51 Pepe @MaxK siehste so ähnlich ist es bei uns...die meckern hintenrum...kein Arsch in der Hose.... Wenn ich das schon lese...man muss den Mitarbeiter die Fortbildungen bezahlen ja wer profitiert den davon? Der Chef....weil so kann ich ja noch mehr machen für das gleiche Geld....natürlich ist Fortbildung wichtig....ABER ICH MUSS AUCH LEBEN.... Kommentarautor MaxK 02.09.2014 11:47 MaxK Es war nicht die kleine Rendite, es war die Feigheit dem Mandanten höhere Rechnungen zu schreiben. Während meiner Ausbildung wurden nach langer Zeit mal die Preise erhöht und zwar Lohn von 10 ? auf 11 ? u eine Quartalsbuchhaltung von 150 ?/Quartal auf unglaubliche 155 ?/ Quartal. Das ist ja mal voll der Witz, da hätten die das auch gleich bleiben können lassen. Es war aber ja immer die Angst da, die Mandanten könnten abhauen. Kommentarautor Maxi 02.09.2014 11:20 Maxi @A. Ja, ich verstehe das teilweise. Kleinere Mandate = schlechtere Rendite; höhere Fixkosten. Allerdings sollte zumindest ein "faires" Gehalt möglich sein. Also wirklich, was sollen 1.500 ?. Das ist dreist und unverschämt. Und ja, die kleinen Kanzleien haben keine Zukunft. Das mag sich Agenda ja gerne schönreden. Ich sehe es hier in der Gegend. 3 Kanzleien haben sich größeren (Verbund)Kanzleien angeschlossen.. Kommentarautor Maxi 02.09.2014 11:16 Maxi Oh je. Die schlimmste aller Kombinationen. Chef+Sohn. Naja, noch schlimmer ist Chef+Ehefrau. Never, ever darf man in einer solchen Kanzlei arbeiten. Und ja, wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es seinen Mund aufzumachen. Niemals böse. Niemals abwertend. Immer sachlich. Dadurch bin ich aber auch nicht der "Idiot" in der Kanzlei. Auch Chefs gehen den Weg des geringsten Widerstands.. Kommentarautor A. 02.09.2014 11:15 A. Die kleinen Steuerberaterkanzleien können nicht gut zahlen und haben keine Zukunft! Gruß WP/StB Kommentarautor MaxK 02.09.2014 11:09 MaxK Habe in einer Kanzlei in einer Kleinstadt südlich von Heidelberg von Nov. 2009 - Juli 2012 meine Ausbildung gemacht. Der Vater hat zusammen mit seinen beiden Söhnen die Kanzlei betrieben. Da waren außer mir nur Damen beschäftigt und die sind den Chefs und Anhang so was von in den Arsch gekrochen, dass war so widerlich, die wären nie auf die Idee gekommen mehr Gehalt einzufordern, weil das ja den Frieden mit den Vorgesetzten gefährden könnte. Und wenn der Chef mal schlecht gelaunt war sind sie alle ängstl. hinterm Bildschirm abgetaucht. Man hatte ich da was zu lachen. Und aus diesem Grund verdienen SteuFa so schlecht. Kommentarautor Pepe 02.09.2014 10:18 Pepe ich kann euch sagen an was das liegt .....es liegt an den Frauen, ich habe doch hier auch so Exemplare sitzen....arbeiten nach den Kindern nur noch halbtags also so ab 23 Jahre.....bis zur Rente oft sind sie verheiratet der Mann bringt den Hauptverdienst heim....Sie sind nicht darauf angewiesen ob sie jetzt 100? mehr oder weniger haben...sie wollen sich da auch keinen Stress machen und mit dem Berater rumdiskutieren wegen mehr Geld sie nehmen es eben so hin.....wenn man dann als Ganztageskraft meckert muss man sich so Sprüche anhören dann müssen sie eben gehen!.... Diese alten Strukturen brechen jetzt aber....die Neue Generation Frauen wiesen was sie können und was sie wollen...auf keinen Fall finanziell abhängig vom Ehepartner sein...auch gibt es immer mehr Single, Alleinerziehende und Geschiedene....deshalb geht keiner mehr zum Berater Arbeiten.....weil es für viel Arbeit wenig Geld ist Kommentarautor Kl 02.09.2014 09:39 Kl Die Steuerberater sind allesamt Ausbeuter. Hab bis heute noch nicht verstanden, warum Steuerfachangestellte trotz der sehr anspruchsvollen Ausbildung, insbesondere im Vergleich zu Bürokaufleuten/Industriekaufleuten etc., viel weniger verdienen. Der intellektuelle Anspruch ist ja auch noch ungleich höher als in allen anderen kfm. Berufen. Die bestehende Personalnot ist durch die Beraterschaft selbst verursacht. Die sollen endlich aufhören, ständig die demografische Entwicklung als Ursache zu verklären. Seltsam, dass bei den Bankkaufleuten und Industriekaufleuten keine Personalnot herrscht..... Kommentarautor MaxK 02.09.2014 09:23 MaxK Ich habe ihm gesagt, dass er seinen Scheiß selber machen kann u dann hat er mich mit großen Augen angeschaut u dann war das Gespräch zu Ende. Kommentarautor Maxi 02.09.2014 08:03 Maxi @MaxK: Du hast vollkommen Recht. Ich denke das viele (verheirate) Frauen tatsächlich auf Geld verzichten, weil es für das Familieneinkommen durch einen verdienen Mann reicht. Da guckt man nicht auf den einen oder anderen "hunderter". Hauptsache es passt. Mal ernsthaft: Wie hast Du reagiert als Dir 1.500 ? angeboten wurden? Mein Vorschlag: "Das war doch als Vollzeitstelle und nicht als Teilzeitstelle ausgeschrieben...?" ;-) Und, jetzt passt alles? Kommentarautor MaxK 01.09.2014 17:44 MaxK Ja, ja Gehalt ist nicht alles. Von wegen !!! die Steuerberaterschaft ist ja für die schlechte Bezahlung bekannt. Ich war teilweise in Vorstellungsgesprächen im Heidelberger Raum, wo man mir ein Gehalt von teilweise 1.500 ? brutto angeboten hatte. Da sage ich nur "Fuck you". Diese Drecks Beraterschaft teilweise geizige A..., die glauben ich sei von der Wohlfahrt, aber da haben die sich bei mir geschnitten. Und außerdem Leute wir werden gesucht ohne Ende. Und bekanntl. bestimmen ja Angebot und Nachfrage den Preis. Aber wie heißt es so schön: So lange mein Chef so tut, er würde mich bezahlen, solange tue ich so, als würde ich arbeiten. Aber im Ernst: hart verhandeln und wenn es nichts bringt abwandern, sonst hat man keine Chance. Ich glaube aber, das die Mädels, die ja überwiegend in diesem Beruf arbeiten sich das nicht trauen und das ist ja auch der Grund warum dieser Beruf so beschissen bezahlt wird, also Mädels, Ärmel hochkrempeln und Kohle verlangen !!!. Kommentarautor Pepe 28.08.2014 08:11 Pepe @th ich weiß das das lachhaft ist.....deshalb stinkt es mir ja auch so.....und deshalb werde ich bei der nächsten Gelegenheit ganz konkret sagen wieviel ich möchte, habe ich das letzte Mal leider nicht gemacht....wenn er dann wieder jammert werde ich ihn fragen was er sich so vorstelle....jetzt schauen wir mal...:o) Kommentarautor Th. 27.08.2014 16:33 Th. Seit 2009 keine Gehaltsanpassung ist ein dickes Ding! 108 ? Brutto Gehaltssteigerung von 2.420 ? auf 2.528 ? ist lachhaft... Wenn Dein Chef eine hohe finanzielle Belastung hat aufgrund seiner privaten Investitionen wie z.b. Hausbau older seiner Familienplanung, dann ist das sein Problem. Es kann nicht sein, dass Dein Einkommen/Gehalt von dem privaten Finanzgebaren Deines Chefs abhängt! Oder bekommst Du morgen auch 500 ? mehr Gehalt, wenn Du Deinem Chef sagst, dass Du neuerdings eine ETW-Finanzierung zu bestreiten hast!? Kommentarautor Pepe 27.08.2014 16:02 Pepe @Th ich war letztes Jahr bei im...er hat im Jahre 2009 die Kanzlei übernommen wir haben vom Vorbesitzern das letzte Mal 2006 ein Gehaltsanpassung bekommen Also bin ich 2013 zu ihm....tja er meinte er weiß und wir hätten ja schon so lange nix bekommen aber im Reicht das Geld auch fast nicht und er müsse allen und er rechnet mal.....tja ich bekam dann 108? BRUTTO....dieses Jahr gab es bis jetzt nix....habe mal wieder bissle auf den Busch geklopft ....er weiß was los ist....aber der zuckt nicht...ist auch klar mittlerweile hat er eine hohe finanzielle Belastung durch Hausbau usw.....meine Kollegen...sagen nix, und die dennen es auch stinkt meckern nur hintenrum .... Ich werde, im Moment ist er im Urlaub danach gehe ich ....sobald sich eine gute Gelegenheit bittet im sagen das ist 250-300? mehr möchte....dann gibt es 2 Möglichkeiten entweder ich bekomme sie oder eben nicht....dann werde ich mich aber intensiv nach einem neuen Chef umschauen :o) Kommentarautor Th. 27.08.2014 09:36 Th. @pepe: Du solltest deinen Chef mal unter Druck setzen und einfach mal mehr Geld verlangen. Vielleicht hilft auch mal ein Wink dahingehend, dass Du bei Nichterfüllung der Gehaltsforderung ein Stellenwechsel in Betracht ziehst. 2.800,00 ? brutto sollten schon drin sein! Kommentarautor Pepe 26.08.2014 14:33 Pepe @ Maxi und Psychiater, Seelentröster usw. :o)....wir können viel und wissen viel dafür sind wir günstig :O)))) Kommentarautor Th. 26.08.2014 13:35 Th. ....Leute, mach was anderes! Ich hab nach der Steufa-Ausbildung den Bibu gemacht und bin in die Industrie gewechselt. Durch den Wechsel habe ich monatlich 700 ? mehr Gehalt erreicht. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Geregelte Arbeitszeiten und vor allem; man hat seinen EIGENEN Bereich. Weniger Stress + mehr Geld. Kommentarautor Maxi 26.08.2014 13:28 Maxi @Pepe. Ja, dass stimmt schon. Und ja, Lohn finde ich eine besonders undankbare Aufgabe. U.a. weil hier viele solcher nervigen Arbeiten erforderlich sind. Sprichst Du mit dem Chef darüber? Wenn so etwas nicht (oder zu gering) abgerechnet wird, ist es kein Wunder das Mandaten "allen möglichen Mist" reingeben. Ich sage auch öfters, das wir Steuerfachangestellte, Rentenberater, Bankangestellte, Vermögensberater etc. in einer Person sein sollen ;-). Und obwohl wir überall was wissen sollten ist der SteuFA am schlechtesten bezahlt... Bei Mandanten bei denen permanent Belege fehlen, buche ich auf Durchlaufende Posten und gebe das Konto dann den Mandaten. Dann kann er die Belege nachreichen, oder es halt bleiben lassen. Kommentarautor Pepe 26.08.2014 12:55 Pepe eigentlich mache ich den Job gerne....aber in den letzten Jahren hat sich vieles Verändert....die Anforderungen sind bedeutend höher geworden...die Mandanten wollen für wenig Geld immer mehr z.B. Lohn da soll man die Tarifverträge überwachen, alle Formulare ausfüllen egal ob es was mit Lohn zutun hat oder nicht (Wohngeld für Mitarbeiter)...in der Buchhaltung fehlen die Belege...der Mandant hat sie selbstverständlich rein...aber wir verschlampt...wenn eine Prüfung ist haben alle Gedächtnis Verlust...z.B. private Autonutzung wurde ihnen noch nie so erzählt...usw. und so fort...trotz allem mache ich den Job noch recht gerne....Aber wenn die Bezahlung zusätzlich auch nicht stimmt man um jeden Cent kämpfen muss...dann reicht es echt mal....Wir bekommen nicht einmal den Inflationsausgleich...selbst um den muss man halb betteln.. Kommentarautor St 26.08.2014 12:41 St Naja, ein Bruttolohn für 40 Stunden/Wo. von 1500 ? ist jetzt nicht gerade DER Ansporn... Kommentarautor Th. 26.08.2014 09:40 Th. Hier wird ja leider nur Negatives über den Beruf berichtet. So langsam kann ich nachvollziehen, dass den Job keiner mehr lernen will und die jungen Leute stattdessen in die Industrie oder ins Studium ziehen... Kommentarautor Simon 25.08.2014 15:56 Simon JA, ein Gehalt von brutto 1.500,- ? für einen qualifizierten StFA ist schon eine Dreistigkeit! Kommentarautor Alex 21.08.2014 13:50 Alex Das Gehalt von der StB H. Kraft in Erfurt ist ja echt der Wahnsinn! Die hat sich bestimmt vertan und Brutto mit Netto verwechselt.... Kommentarautor Walter 21.08.2014 11:19 Walter @Pepe. Mit der beschriebenen Berufserfahrung und der Verantwortung ist das Gehalt von 2528 ? mehr als lächerlich. Ungeachtet der Tatsache, dass das Beschäftigtenverhältnis in struktureller Hinsicht in der Kanzlei (5 TZ-Kräfte versus 3 Vollzeitkräfte) sehr ungesund und organisatorisch problematisch ist. Die durch die TZ-Kräfte betreuten Mandanten beanspruchen ja ständig die Kanzlei auch in Zeiten, in denen die TZ-Kräfte nicht anwesend ist. Im Grunde arbeiten Vollzeitkräfte also teilweise für die TZ-Kräfte mit. Wenn man als StFA dann auch noch kanzleiorg. Aufgaben wie Empfang und Telefon mitmachen muss, ist das eigentlich unmöglich. An Deiner Stelle würde ich nicht mehr bis zum Frühjahr warten, sondern sofort ein Gespräch mit der Geschäftsleitung suchen und eine Gehaltserhöhung ab nächstem Monat erwirken. Diese sollte schon bei 300 ? liegen. Wenn darauf nicht eingegangen wird, kann ich Dir nur raten das Arbeitsverhältnis sofort zu beenden. Vielleicht hilft auch mal eine Krankschreibung von zwei oder drei Wochen am Stück, um die Bedeutung deiner Arbeitskraft innerhalb dieser Kanzlei darzustellen... Kommentarautor Pepe 21.08.2014 10:39 Pepe Als ich habe den Beruf nicht klassisch gelernt, habe zwei andere Berufe erlernt...bin aber seit 15 Jahren in diesem Beruf....habe Kurse usw. besucht....mache SELBSTSTÄNDIG :o)) Löhne, Fibu ESt- Erklärungen....habe ich mir alles angeeignet.....und bekomme 2528?....das finde ich echt nicht prickelnd....zumal wir eine kleine Kanzlei mit 3 Ganztagskräften und 5 Tz Kräften sind (für die ich oft noch zusätzlich Mandanten betreuen muss weil sie eben nicht da sind).....dann mache ich noch, mit einer Halbtagskollegin die Rezeption....Krank?...ich komme auch Krank! Weil ich einfach zu viel arbeit habe....aber jetzt habe ich keine Lust mehr....ich meine da macht man und tut man und alles ist selbstverständlich....ich werde im nächsten Frühjahr nochmals auf den Busch klopfen und wenn nix geht....gehe ich :o) Kommentarautor Maxi 21.08.2014 10:17 Maxi @Pepe. Hey, lass dich doch nicht provozieren. :-). Ist schon ok. Und überhaupt: Die 1.500 ? sind doch die absolute Ausnahme. Ja, das Gehalt ist teilweise echt übel, aber 2.500 ? sind doch mit Berufserfahrung überall zu bekommen. Dass das auch noch nicht in Ordnung ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich bekomme mit einigen Jahren Berufserfahrung immerhin 2.900 ?. Das passt schon. Kommentarautor Pepe 21.08.2014 10:03 Pepe Also ich sehe das so für ALGII brauchst keine Ausbildung.....und dann soll man mit einer Ausbildung und mehreren Berufsjahren 300? mehr haben?...Da läuft doch was schief....Auserdem schaut doch mal in anderen Berufen z.B. Kfz-Mechatroniker...das ist doch auch nur ne Ausbildung...bei einem Mandanten von uns hat jetzt ein Berufsanfänger mit 2500? Angefangen Alter 20 Jahre.... Kommentarautor Z 21.08.2014 09:31 Z ..oh: Maxi kann gut austeilen, einstecken jedoch nicht! Kommentarautor Maxi 21.08.2014 08:36 Maxi @Si, @W. Würdet ihr bitte aufhören die ansonsten interessante Diskussion mit solchen inhaltsleeren Beiträge zu stören? Danke Euch. Kommentarautor W. 21.08.2014 08:11 W. Ich kann die Kritik von "Maxi" und "Pepe" auch nicht verstehen. Das Gehalt liegt noch oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns und insofern ist es völlig in Ordnung! Immerhin hat man immer noch knapp 300 ? netto mehr wie ein ALG-II Empfänger. Kommentarautor Pepe 20.08.2014 16:32 Pepe @ Si hast du dich schon beworben? Erfurt soll im Sommer echt schön sein :o) Kommentarautor Si. 20.08.2014 15:24 Si. Das Gehalt ist doch in Ordnung. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Ein Stundenlohn von 9,38 ? ist gut und sollte auch ausreichend sein für ein Gehilfenberuf. Kommentarautor Maxi 20.08.2014 15:04 Maxi @Manuel: Wie geschrieben, der Stundenlohn beträgt nur 8,66 ?. 1500 ?/ 173,33 Stunden. (Nicht 160). Das sollest Du aber echt wissen ;-). Und Deine Berechnung nicht dem Chef zeigen ;-). Nicht bös gemeint. Wir sind ja unter uns. Kommentarautor Manuel 20.08.2014 14:47 Manuel Das Gehalt der StB H. Becker aus Erfurt ist wirklich geil. (9,38 ? brutto / Std.) Normalerweise sollte man diese Kanzlei dort sofort schließen. Ich glaube, die hat noch nicht mitbekommen, dass die "Mauer" gefallen ist. Hab´s grad meinem Chef mal gezeigt. Der wusste auch nicht, ober er weinen oder lachen sollte! Kommentarautor Pepe 20.08.2014 14:31 Pepe Vielleicht sollte man der Steuerberaterkammer mal mitteilen...das Personalmangel herrscht und das sie eine Richtlinie herausgeben sollten was eine StFa so verdienen sollte....das sollte aber realistisch sein, damit man davon leben und was für die Rente zurück legen kann....ich finde nach 10 Bj. sollte man min. 2900? haben....das ist die unterste Grenze.... Kommentarautor Maxi 20.08.2014 13:28 Maxi 8,66 ? brutto/Stunde für einen Job mit hoher Qualifizierung. Wow, das ist mal richtig frech. Es geht ja noch in Ordnung, wenn die Gehälter im Osten etwas geringer sind, aber das müsste man fast der Steuerberaterkammer melden. Nettolohn: 1089 ? Miete in Erfurt für 60 qm + NK: 450,00 ?.. Jetzt habe ich schlecht Laune, obwohl es mich gar nicht betrifft. Vielen Dank auch ;-) Was machen die Mädels die da arbeiten?? Ernsthaft? DAS sind genau die kleinen Kanzleien die die Welt nicht braucht. Kommentarautor Tobi 20.08.2014 13:10 Tobi Das Gehalt dieser Steuerberaterin ist super. Ich glaub, ich wandere vom Ruhrgebiet nach Erfurt aus. Hab gerade schon dort in Erfurt angerufen. Da ich einen Fachwirtabschluss zahle, bekomme ich statt der ausgelobten 1.500,- ? brutto, sogar 1.600,- ? brutto. ...Wird mich gleich mal direkt mit der Kammer in Münster in Verbindung setzen und um eine neutrale Stellungnahme bitten. Kommentarautor Steuerfachmann 20.08.2014 11:41 Steuerfachmann Na das ist doch mal ein tolles Gehalt: https://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangeboteFinden.html?execution=e3s1&_eventId_detailView&benc=HH%2BCTd3TGTrJ16jwYOSUpmSv5NBLhU4N3Kkc%2FtMbjLO8FPh1z6aH3g%3D%3D&benc=%2BpfASHtOVXyvJ9jxAT84CcigGwKFOZkfnZUPEBARkv4x2aFpGLitKrbwejGfI8eAvTz9zZ4LVIk%3D&benc=qiNitIaQg2TOylrr0r%2BB9vG%2FWvxCfT3yIjWm9gkAHKExtYz%2FaudVKw%3D%3D&benc=yMIJ7XY1rZhS%2BPutXyOrw6SgteYutdaArv4JaTK3TOMnzuTMB9u%2BJQ%3D%3D Kommentarautor Tom 20.08.2014 11:18 Tom Ich denke das Gehalt kommt sehr auf die Kanzleigröße an. Die Großkanzleien wollen wachsen und dazu brauchen Sie gute Mitarbeiter. Die kleinen Kanzleien (meist mit "älteren") Kanzleiinhabern interessiert das nicht. Daher denke ich auch, dass die "kleine Kanzlei" eben keine Zukunft hat. Warum wohl hat Agenda das Thema aufgegriffen? Vermutlich weil es ihr Kundenklientel ist? @Agenda: Gibt es Statistiken bezüglich Kanzleigrößen? Kommentarautor Tobi 19.08.2014 08:06 Tobi Wenn man als qualifizierter Fachgehilfe mit seinem Einkommen nicht zufrieden ist, muss man den Chef unter Druck setzen und mit der Abwanderung drohen. Dann wird ganz schnell mehr gezahlt.... Die Berater packen sich nämlich selbst die Taschen voll. Kommentarautor Pepe 18.08.2014 15:56 Pepe ich würde das alles nicht mehr auf dem freien Markt machen sondern beim FA....da hast du ein Themengebiet z.B. USt...und jut ist bist Beamtin....seuftz... Kommentarautor Meike 18.08.2014 14:48 Meike Buchhalter hat Recht. Hatte auch mal das Vergnügen, eine TZ-Kraft als Kollegin zu haben. Deren Mandanten riefen auch in der Regel immer außerhalb ihrer Anwesenheitszeiten an ...Hinzu kamen bei dieser Kollegin noch zwei Erziehungszeiten(1 Jahr jeweils) innerhalb von vier Jahren und als Krönung zwei Freistellungsblöcke von jeweils 4 Monaten zwei Jahre infolge im Zusammenhang mit der (leider erfolglosen) Vorbereitung des Beraterexamen. ...Da wird dann keiner eingestellt. Das müssen alles die Vollzeitkräfte mit ausbügeln... Die Berater selber sind davon ja auch nicht betroffen. Nochmal würde ich diesen scheiss Job nicht lernen...das steht fest. Kommentarautor Buchhalter 18.08.2014 12:29 Buchhalter Nichts gegen Teilzeitkräfte, aber hinzu kommt dann auch noch, dass man als Vollzeitkraft deren Arbeit z.T. erledigen muss. Den Mandanten ist es nämlich egal, ob die Teilzeitkraft morgen erst wieder verfügbar ist. Als Vollzeitkraft heißt es dann "...dann können sie mir sicherlich auch weiterhelfen...". Super. Die Stb sparen sich Gehalt bei den Teilzeitkräften (weil es denen nicht so auf die Höhe ankommt). Gleichzeitig sind die schlecht bezahlten Vollzeitkräfte mal wieder die Dummen. Kommentarautor Meike 18.08.2014 11:13 Meike Simon hat Recht! Kommentarautor Simon 15.08.2014 10:00 Simon Hallo Pepe: Das ist eben so. Nur eine Kündigung u. ein Stellenwechsel verhilft Dir zu mehr Geld. Oder höher qualifizieren:-) Oder einfach Heiraten, am besten Deinen Chef:-):-) Dann geht´s Dir sogar noch besser, als Deinen kollegialen verheirateten Kolleginnen. Das Leben ist hart und ungerecht. Kommentarautor Pepe 15.08.2014 09:37 Pepe Weil in diesem Beruf überwiegend Frauen arbeiten, die das oft nur als Zubrot sehen!.... Deshalb verdient man so krotenschlecht, es ist der Fehler derer die da arbeiten..... Ich weiß doch wie es mir geht, alle meine Kolleginen sind verheiratet Mann verdient gut....Halbtag im Büro!....Ich bin die einzige Ledige und Ganztags im Büro....tja und das Gehalt reicht einfach nicht...mir halt....was sagen dann die Kolleginen ? Tja wenn es einem nicht passt muss man halt gehen?...Im Ernst muss man immer erst kündigen um mehr Geld zu bekommen?...Wem ist den damit geholfen? Kommentarautor Simon 15.08.2014 08:54 Simon Tja, die in Teilzeit arbeitenden Kräfte, die sich so äußern, machen viel kaputt. Wieso die Berater, selbst bei dieser derzeit bestehenden Personalnot, die Leute so schlecht bezahlen, ist mir ein Rätsel. Als qualifizierter StFA sollte man den Arbeitgeber unter Druck setzten, wenn das Gehalt nicht stimmt. Vielleicht hilft da dann nur ein Stellenwechsel mit entsprechender "Mitnahme" des eigenen Mandantenkreises zum neuen Berater....oh....das ist ja nicht erlaubt... Kommentarautor Pepe 15.08.2014 08:12 Pepe eine Kollegin von mir, verheiratet Mann verdient gut sie arbeitet nur stundenweise!....Ach ich verzichte lieber auf 100E aber das Betriebsklima stimmt. Solange es solche Kollegen gibt....hat man es schwer ordentlich bezahlt zu werden....es fehlt einfach die Solidarität... Kommentarautor Hansi 13.08.2014 14:01 Hansi J hat Recht. Genau so ist es. Das Gehalt ist völlig sekundär. Ja, Ja. Die guten alten Steuerberater. Ist zwar schon zwanzig Jahre her, dass ich zuletzt in einer Kanzlei gearbeitet habe; aber scheinbar war meine Entscheidung damals als junger Mann richtig. Nach der Ausbildung direkt in der Beratung aufzuhören und in die Wirtschaft zu gehen. Kommentarautor J 13.08.2014 10:53 J Das wichtigste für einen StFA ist folgendes: "In einem jungen, dynamischen Team arbeiten. Fortbildungs-und Entwicklungsmöglichkeiten. Moderner Arbeitsplatz" Das eigentlich wichtigste, nämlich ein vernünftiges Einkommen/Gehalt ist nicht so wichtig:-) Kommentarautor Martina 13.08.2014 10:08 Martina Die StB sakken sich das ganze Geld selbst ein und bezahlen die Leute grotten schlecht. Ja, so und nicht anders ist das. Dem Berater da aus Engelskirchen kann man nur den dicken "Mittelfinger" zeigen! Kommentarautor Buchhalter 13.08.2014 09:38 Buchhalter Ja, das Gehalt ins absolut indiskutabel. Was ich mich bei den StB generell frage: Angenommen das Gehalt wäre um 400 ? höher. Mit Lohnnebenkosten würde der Mitarbeiter dann im Jahr rund 6000 ? mehr kosten. Das sind 2 Abschlüsse.. Also wenn das in eine Kanzlei nicht "hergibt", und dafür keine Mitarbeiter findet, die vorhandenen überlastet, dann stimmt hier irgendwas nicht... Kommentarautor J 13.08.2014 08:11 J Die Ausschreibung ist lächerlich! Das angepriesene Gehalt von 2.400,- ? habe ich als Bürokaufmann mit 21 Jahren schon verdient. Es kann doch nicht sein, dass ein erfahrener StFA oder sogar ein Bilanzbuchhalter bzw. Fachwirt mit so einem Gehalt abgespeist wird, zumal es sich bei dem Beruf des StFA bzw. bei der Bibu/FaWi-Fortbildung um die schwierigsten Aus-/Forbildungen im kfm. Sektor überhaupt handelt. Ich kann noch nicht so ganz nachvollziehen, was in den Köpfen der Steuerberater so vorgeht. Was glauben die eigentlich? Kommentarautor Pepe 12.08.2014 15:34 Pepe Das Gehalt ist auch für eine STFA ein Witz!! Ich bitte euch man soll Löhne können, ESt-Erklärungen ,Abschlüsse UND noch Spezialisiert sein....das Wahnsinnsgeld bekommt man auch nur wenn man ALLE Kriterien erfüllt! Wir müssen doch auch Miete bezahlen!...Was denken sich die Stb eigentlich?...Und ich gebe meinem Vorredner recht man sollte sich an den Vergütungssätzen öffentlicher Dienst orientieren....das ist das mindeste....auch wenn man NUR Buchhaltungen und Löhne macht muss man viel wissen und dieses gehört angemessen vergütet... Kommentarautor Daniel 12.08.2014 13:49 Daniel Das in der Stellenausschreibung angeführte Gehalt ist in der Tat ein Witz! Ich kann verstehen, dass die Berater keine Leute mehr finden. Durchweg Ausbeuter!! Kommentarautor Bettina 12.08.2014 10:39 Bettina Hallo Bernd, 7 Jahre Berufserfahrung und Standort NRW/Dortmund. Die in der Jobbörse ausgelobte Stelle befindet sich in Engelskirchen, ca. 20 km von Köln entfernt. Also für NRW, Einzugsgebiet Mittelrhein/Köln halte ich ein Gehalt von 2.400,- ? brutto echt wenig. Für einen qualifizierten Bewerber mit Fachwirtabschluss ist das völlig indiskutabel. Kommentarautor Bernd 12.08.2014 09:47 Bernd Hallo Bettina, darf man fragen mit wie vielen Jahren Berufserfahrung und in welchem Bundesland? :-). Also hier (Südbayern) sind 3000,-- x 13,5 wohl ganz gut im (unteren) Mittelfeld. Kommentarautor Bettina 12.08.2014 09:31 Bettina Ich finde das angeführte Gehalt für einen Berufsanfänger, bzw. einen StFA mit maximal drei Jahren Erfahrung in Ordnung. ABER: Für einen qualifizierten StFA mit langjähriger Erfahrung ist es deutlich zu wenig! Dafür würde ich definitiv nicht arbeiten. 2.400 ? verdient man im öffentl. Dienst innerhalb von zwei Jahren nach Absolvierung der berufl. Erstausbildung; und wenn schon nicht die Industrie Referenz ist,..dann sollte wenigstens der öffentl. Dienst Anhaltspunkt sein. Für einen Bibu/StFWI ist das offerierte Gehalt echt ein Witz! Ich verdiene als Steuerfachwirtin im Moment 3.000,- ? á 13,5. Ich glaube dem braucht man nichts mehr hinzuzufügen...liebe Steuerberater Kommentarautor Bernd 12.08.2014 08:42 Bernd Naja, fairerweise muss man sagen, das da steht "mindestens"; Andererseits: Da das Gehalt schon so deutlich erwähnt wird, soll das bedeuten "ich bezahlte ein Supergehalt?" Hast Du einen Link o.ä bezüglich der osteuropäschen Umschüler? Davon habe ich bisher noch nichts gehört. Kommentarautor Mario 12.08.2014 08:06 Mario Ich hoffe sehr, dass die Steuerberater weiterhin genug osteuropäische Umschüler finden, die für kleines Geld arbeiten gehen. Ein Beispiel für die "Super Vergütung" eines StFA: https://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangeboteFinden.html?execution=e1s1&_eventId_detailView&benc=AbRkBZjKoTTKZI9qxS6KcbL1hxFTMWgYm%2BcXPJbsU8Tnfn8RhMFETA%3D%3D&benc=UI9EgPzZqUMbFPKI%2Fjjqi8FojEHVq51JXbrJgMjqnlJfimd97X30oZe0dQtY579yjQJ9J%2FsCcJI%3D&benc=KIpi6I%2FcJUZe8Rtw5vK8%2Bm6Rz6V9fIZF1wl7%2FmTbTAdQ9POj3xm<x>lwQ%3D%3D&benc=aWuCwTPpv6XLViXC05hru9PKbKIExAROvV8j0j%2FWMP2WdQPJAaTkyA%3D%3D Kommentarautor Bettina 11.08.2014 11:25 Bettina ....Ja, es ist die bittere Realität. Erst die Leute jahrelang schlecht vergüten, dann jahrelang nicht ausbilden, und dann rumjammern, dass der Personalmarkt leergefegt ist.... Finde immer die Stellenanzeigen so lustig: "Bieten JUNGES, dynamisches Team, FORTBILDUNGSMÖGLICHKEITEN, leistungsgerechte Vergütung...." Ich sage nur eins: Arbeiten als Steuerfachangestellte: Einmal und Nie Wieder! Kommentarautor Manuel 07.08.2014 14:34 Manuel oh, oh, ..hier wird ja durchweg nur schlechtes berichtet....am besten, das Forum wird schnell geschlossen, bevor die Kammern das lesen...sonst kriegen die Fachangestellten noch weniger Lohn bezahlt....schade, dass sich so wenige StB hier zu Wort melden. Scheinbar ein Indiz dafür, dass es die erdrückende Realität ist... Kommentarautor Tobias 07.08.2014 11:14 Tobias Natürlich, die noch vorhandenen, erfahrenen und qualifizierten Kräfte werden überlastet. Nicht nur durch noch zusätzlich neu angenommene Mandate sondern in allem Überfluss noch, wie bereits geschildert, durch unqualifizierte eingestellte Kräfte, die bereits vor zwanzig Jahren die StB verlassen haben um in der Industrie mehr Geld zu verdienen. Wenn die Industrieuntern. dann pleite gehen, kommen die "Debitoren-/Kreditoren-Buchhalter" zurück in die Steuerkanzlei und wollen da anfangen, wo sie vor zwanzig Jahren aufgehört haben:-) Vom europ. Binnenmarkt und innergem. Lieferungen haben die noch nie was gehört, ....ist ja auch erst nach deren Ausbildung Anfang der neunziger ins UStG verankert worden. Neue Mandate lehne ich übrigens eigenmächtig grds. ab, wenn ich diese am Telefon habe, und schicke sie zu anderen Beratern.... Kommentarautor Ingo 07.08.2014 10:35 Ingo Ich denke sogar, dass sich das Problem -vom Gehalt mal abgesehen- sogar dahingehend verstärkt, dass die "verbliebenen" Mitarbeiter die Arbeitsbelastung nicht mehr schaffen. Die Kanzleien nehmen trotz Personalmangel weiter Mandanten an. (Was ich aus Sicht des Inhabers ja verstehen kann). In der Folge werden auch diese Mitarbeiter sich nach neuen Möglichkeiten umsehen. Ich kenne eine Kanzlei da haben 6 Leute fast gleichzeitig gekündigt. Das ist selbst bei einer 40 Mitarbeiter großen Kanzlei kaum aufzufangen. Kommentarautor Tobias 07.08.2014 09:46 Tobias Ich kann "h" auch nur widersprechen. Es kommt mitunter überhaupt keine Bewerbung. Die StB haben ganz schöne Probleme. Auf eine Zeitungsanzeige/Stellengesuch bekommt man gut zwanzig Zuschriften. Wenn man sich sodann bewirbt, wird man ein Tag nach Absendung der Bewerbung schon per SMS zum Vorstellungsgespräch eingeladen...Bei uns im Büro hat jetzt eine fünfzigjährige Frau angefangen. StFa gelernt, nach der Ausbildung (1986) sofort in die Industrie gegangen (Argument "doppelter Verdienst im Vergleich zum Steuerbüro". ) Die kann jetzt nichts, nur Debitoren u. Kreditoren buchen, überhaupt kein steuerliches Problembewusstsein, nicht einsetzbar in der Jahresabschlusserstellung, nicht verwendbar in der ESt-Deklaration, Telefonate/Beratungsgespräche mit Mandanten kann sie auch nicht führen...(die Mandanten wissen teilweise selber mehr über Steuerrecht). Es ist echt anstrengend. Ich bin bereits für einen Azubi verantwortlich und habe mit der guten Dame jetzt eine zweite "Azubine" am Hals, nur mit dem Unterschied, dass diese 30 Jahre älter ist als der andere Azubi. Kommentarautor Ingo 07.08.2014 08:16 Ingo Hallo "h", ...du schreibst ja schon: .."oder?". Nein, es kommen ganz klar keine 50 Bewerber auf eine Stelle. Nicht mal 5. Und wenn, dann nichts "gescheites". Umschüler, BWLer, Leute "die mal Buchhaltung" gemacht haben. Und bitte nicht falsch verstehen, ich habe keine Problem mit solchen Bewerbern, nur was bringt es der Kanzlei, den Kollegen wenn diese eher Arbeit erzeugen, als etwas zu erledigen? Das führt uns übrigens wieder zur Ausbildungsfrage... Kommentarautor Pepe 07.08.2014 08:03 Pepe Ich sehe das anderst eine Freundin von mir arbeitet auch bei einem Stb. der sucht händeringend Leute......er bekam einen Buchhalter der jahrelang in einer Firma Debitoren/Kreditoren gebucht hat.....dieser kann keine Löhne, keine ESt von Abschlüssen oder sonstigen Dingen hat er keine Ahnung wird jetzt angelernt....eine andere Kanzlei bei uns sucht auch schon seit Monaten!!!! egal was .....bekommt niemand....gerade die kleinen Kanzleien wollen Allrounder die ein großes Arbeitsfeld abdecken....natürlich billig.....tja das mit billig hat sich bald erledigt....ich finde das man in diesem Beruf min. 2900?/Mte haben sollte.....weil auch wir sollten auf die Rente sparen weil auch wir müssen Miete bezahlen (die immer höher wird).... Kommentarautor H. 06.08.2014 19:33 H. Mal zum "Fachkräftemangel" an sich bei den Steuerberatern: das heißt doch nur, daß sich statt 50 Leute auf eine Stelle 10 bewerben, oder? Ist das denn so schlimm? Ich wette, es gibt immer für jede Stelle genug Bewerber. Aber klar, 200 Leute, die sich auf meine Anzeige melden, wäre natürlich perfekt. Da kann man sogar Leute rausschmeißen, deren Haarfabe man nicht mag und dann bleiben immer noch 20 Leute übrig mit den besten Qualifikationen, denen man Dumpinglöhne bieten kann. Mal ehrlich, das ist doch der einzige Grund, warum die Berater so jammern, denn genau das wollen sie. Dieses Gerede vom Mangel glaube ich nicht. Kommentarautor Manuel 06.08.2014 18:30 Manuel Schön, dass hier so viele Mitstreiter sind, die einen so regen Gedankenaustausch pflegen:-) Hinsichtlich der "dubiosen" Steuerberater kann ich sagen, dass ich eine Gehaltsofferte in Höhe von 2.500,- ? brutto für einen StFA/StFWi, Alter 35, Berufserfahrung: 14 Jahre, sehr befremdlich finde. Kommentarautor Steuermann 06.08.2014 17:21 Steuermann @Manuel: Magst Du mal einen Wert in den Raum werfen, was dubiose Steuerberater für Gehälter nennen? Kommentarautor Pepe 06.08.2014 16:36 Pepe Nachsatz: Das Problem in diesem Beruf ist auch das es ein Frauenberuf ist....oft besteht noch die klassische Rollenverteilung der Hauptverdiener ist der Mann und die Frau verdient, oft halbtags noch bissle was dazu.....OH Ton einer Kollegin lieber verdiene ich 100? weniger aber das Betriebsklima stimmt....Tja ich bin alleinstehend....für mich sind 100? ein Heidengeld....über die mangelnde Solidarität von Kollegen möchte ich mich nicht auslassen sondern einfach nur bemerken das es auch daran liegt das die STB nicht oder nur sehr wenig bezahlen.... Es klappte ja auch Jahrelang sehr gut....aber jetzt folgt eine neue Generation...diese wollen egal ob Mann oder Frau leistungsgerecht bezahlt werden.... Wie gesagt nächstes Jahr werde ich mich nach einer anderen Arbeit umsehen, mache Löhne, Fibu ESt denke das ich was finden werde..... Dann kann sich mein Chef ja jemand suchen der für weniger die selbe Leistung erbringt....ich habe einfach die Sch.... vol, zumal selbst Gespräche meinerseits nur zur Jammerei seinerseits geführt hat wie wenig ihm doch bleiben würde und wie viel Ausgaben er doch hätte....wie gesagt für ihn und seine Familie reicht es aber sehr gut...weil Privatschule ist auch noch drin...nicht falsch verstehen ich könne ihm das von Herzen...ABER es kann nicht sein das ich neben meinem Hauptjob noch einen Nebenjob machen muss um zu überleben....Urlaub ist schon seit Jahren nicht mehr drin, jede kleinste Anschaffung muss genaustens überlegt und geplant werden....ne es reicht Kommentarautor Manuel 06.08.2014 14:37 Manuel Nachsatz: Es ist schon echt verwunderlich, dass die Berater trotz dieser personellen Probleme, die vorhandenen, berufserfahrenen Kräfte so demotivieren, indem über Jahre hinweg noch nicht einmal das Gehalt erhöht wird. (Zur Erinnerung: die StBVV hat zu einer merklichen Erhöhung der Honorare geführt, hieran sollten die StFA teilhaben!) Bei Vorstellungsgesprächen sollte man auch "hart" bleiben und auf der Gehaltsforderung beharren. Habe vor zwei Monaten diverse Vorstellungsgespräche gehabt und hierbei wirklich dubiose StB kennengelernt. (Ich glaube, die waren der Ansicht, dass ich noch Geld mitbringe zur Arbeit....) Nun gut, habe die selbigen zwei Wochen lang vertröstet und mir Bedenkzeit erbeten. Habe sodann allen eine Absage erteilt.....verrückt....noch vor zehn Jahren war es genau andersherum... Kommentarautor Manuel 06.08.2014 14:24 Manuel Als ich Ende der Neunziger die Ausbildung gemacht habe (NRW Südwestfalen) forderten alle Steuerberater das Abitur oder wenigstens den Abschluss einer Höheren Handelsschule! Wie es heute aussieht, weiß ich nicht. In der Kanzlei, in der ich arbeite (besteht seit 25 Jahren...) , ist noch nie jemand ausgebildet worden:-(!! Die Aussagen von Pepe sind schockierend, aber so ist es. Ich habe Glück, dass mein Chef um die sechzig ist, (also keine unterhaltspflichtigen Kinder und keine Kanzleifinanzierung mehr am Hals); wenn mein Chef ein Berater Mitte Dreißig wäre, der eine Kanzleifinanzierung von 400.000 ? am Hals hätte, darüber hinaus noch eine Ehefrau & zwei Kinder und einen dicken BMW, würde ich wahrscheinlich auch nicht das Gehalt bekommen, was ich derzeit bekomme. 7 Jahre keine Gehaltserhöhung ist echt frech! Meine Empfehlung: Eiskalt mindestens 300 ? brutto mehr fordern! Wenn dem nicht entsprochen wird, sofort kündigen, den Berater wechseln und vielleicht noch ein paar Mandanten vom alten Büro mit zur neuen Stelle nehmen.... Kommentarautor Pepe 06.08.2014 13:47 Pepe ich muss mich meinen Vorredner anschließen, ich arbeite seit 15 Jahren beim Stb....vor 7 Jahren wurde die Kanzlei an einen jüngeren STb. verkauft....durch diesen Verkauf erhielten wir 7 Jahre keine Erhöhung des Gehaltes ich spreche hier von der Inflationsrate!!! Also es gab keinen Cent mehr....dafür mehr arbeit....bin dann im 7 Jahr zu meinem neuen Chef und fragte nach mehr Gehalt....ich bekam 108? nach 7 Jahren....und zusätzlich hat er mir die Ohren vollgeheult das es fast nicht über die Runden kommt.....tja dieses Jahr ist er mit seiner Familie ins frisch gebaute Haus gezogen, ein neues Auto in groß gab es auch....und für 3-4 mal Urlaub im Jahr reicht es auch......dieses Jahr gibt es wieder eine Nullrunde wie es scheint....gab ja letztes Jahr 108? Brutto......ich mache dieses Jahr noch dann suche ich mir in der Industrie was andres....ich komme mir ausgebeutet und veräppelt vor Kommentarautor Steuermann 06.08.2014 11:29 Steuermann @Manuel: Bist Du Dir sicher, dass die Messlatte so hoch angesetzt wird? Meiner Erfahrung nach "reicht" den Kanzleien ein Realschulabschluss oder ein Wirtschaftsschulabschluss. In meiner Berufsschulklasse (vor 20 Jahren...oh je) hatten nur eine "Handvoll" Abitur. Ich habe einen Wirtschaftsschulabschluss. Damals sind 3 Leute in eine Steuerkanzlei gegangen. Ich bin mittlerweile der einzige. Kommentarautor Manuel 06.08.2014 11:17 Manuel Steuermann hat Recht. Aber die geschilderte Situation ist noch schlimmer. Es bleiben definitiv nicht 80% der Azubis im Steuerfach. Da die Messlatte zur Vergabe eines Ausbildungsplatzes seitens der Beraterschaft sehr hoch gelegt wird, in der Weise, dass die Vergabe nur an Abiturienten bzw. Absolventen der Höheren Handelsschule, schneidet sich die Beraterschaft selbst in Fleisch. Diese Azubi mit Hochschulzugangsberechtigung gehen nämlich zu gut 60% nach der Ausbildung an die Hochschule zum studieren. Von denen bleibt kaum einer in den Kanzleien, um als StFa zu arbeiten! Ich habe vor 15 Jahren meine Ausbildung absolviert. Von insgesamt 16 Leuten in der Berufsschulklasse hatten 80% Abitur. Wir hatten kürzlich ein Klassentreffen. Von den 16 Leuten arbeiten sage und schreibe noch 2 (!) beim Steuerberater. Alle anderen haben studiert bzw. sind in anderen Branchen tätig. Ich denke, dem brauch man nichts mehr hinzuzufügen! Kommentarautor Steuermann 06.08.2014 10:09 Steuermann Mich würde interessieren, wie stark sich das Personalproblem in den nächsten Jahren verstärken könnte. Es gibt ca. 17000 Azubis. Und viel mehr werden es wohl nicht werden. Eher im Gegenteil. Ziehe ich mal 20% (und das halte ich für zu wenig) ab die in die Industrie gehen oder studieren, bleiben 13600 Steuerfachangestellte die auf rund 50000 Kanzleien kommen. Wie soll das gehen? Da bekommt jede Kanzlei einen "Drittel-Steuerfachangestellen". Und es gehen auch Steuerfachangestellte in Rente. Mehr als nachkommen??- Wie viele das wohl im Jahr sind? Stellt man diese Problematik als Nichtmitglied der Steuerberaterkammer bekommt man keine Antwort. Die sitzen wohl auf einem hohen Ross. - Schade. Kommentarautor Manuel 06.08.2014 09:05 Manuel Ja, Gabi. Bedauerlicherweise hast Du Recht. Es wird wenig Gutes durch die Arbeitnehmerschaft berichtet. Bleibt nur zu hoffen, dass Azubis oder Ausbildungsinteressierte diese Berichte (denen ich voll und ganz zustimmen kann!) nicht lesen. Jahrelang die vorhandenen Leute schlecht bezahlen, teilweise grds. nicht ausbilden, und dann rumplärren: "Wir finden kein Personal" Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber nur noch lachen. Kommentarautor gabi 05.08.2014 20:36 gabi Wahnsinn, wie der Berufsstand hier durch den Schlamm gezogen wird....leider zuRecht Kommentarautor BT 03.08.2014 18:39 BT Den Beiträge kann ich nur zustimmen. Es ist jämmerlich, mit was für Gehältern die Leute teilweise nach Hause geschickt werden. Kein Wunder, dass die Berater keine Leute mehr finden. Von der mangelnden Ausbildungsbereitschaft der letzten 10 Jahre möchte ich gar nicht reden. Die noch vorhandenen, berufserfahrenen Kräfte dann auch noch schlecht zu bezahlen ist der reinste Hohn und ein Eigentor. Nun denn,... kenne bereits zwei Berater, die die eingeleitete Kanzleigründung aufgegeben haben...mangels Personalfindung. Bin froh, dass ich nach meiner Ausbildung die Steuerberatung sofort verlassen habe und in der Industrie untergekommen bin. Kommentarautor TI 03.08.2014 12:09 TI Matthias hat in der Tat Recht, leider.... Die nicht allzu berauschende Vergütung verschlimmert ja noch die Lage. Unabhängig davon, ob die Berater den StFa nicht mehr zahlen wollen oder wirklich nicht mehr zahlen können, es ändert nichts. Darauf können die StFa keine Rücksicht nehmen. Man muss einfach ein gewisses Einkommen in der heutigen Zeit haben und das berufliche Engagement muss dann eben in einen Bereich verlagert werden, in dem entsprechend vernünftiges Einkommen erzielt wird.. und das ist in der Industrie oder im öffentl. Dienst eben besser möglich als bei den Steuerberatern. Die Tätigkeit beim StB ist zwar mitunter sehr interessant, intellektuell ansprechend und sicherlich entwicklungsfähig; aber davon allein kann sich der StFa nichts kaufen! Das ist das paradoxe an der ganzen Sache. Es muss sich etwas ändern, sonst wird die Personalflucht aus den Kanzleien noch größer. Die Anpassung der Honorare im Rahmen der Einführung der neuen StBVV war ein begrüßenswerter Schritt, bei den angestellten StFA hingegen ist keine Gehaltsanpassung erfolgt. Die Azubis sind auch nicht gerade motiviert, insbesondere wenn schon die Berufsschullehrer während des Unterrichts sagen: "Gehen Sie nach der Ausbildung entweder studieren oder in die Industrie" Kommentarautor Matthias 02.08.2014 20:20 Matthias Die StFa sind eine aussterbende Berufsgruppe. Es gibt immer weniger von ihnen. Ich kenne sehr viele, kleine Steuerbüros. Keines dieser Büros hat einen Azubi oder unternimmt Anstrengungen, eine Azubi-Stelle zu schaffen. Die Mitarbeiter sind alle Ü-30. Die in den großen WP/StB-Gesellschaften ausgebildeten StFA sind in den kleinen Steuerbüros mit ihren ganzheitlichen Aufgaben kaum zu gebrauchen. Diese StFa wollen auch gar nicht in die kleinen Büros, ungeachtet der Tatsache, dass sie es nicht können. Ich arbeite als Fachwirt in einer kleineren Kanzlei und wir hatten mehrere frisch ausgebildete StFa, die unmittelbar nach ihrer Ausbildung von den Big-Four kamen. Ich kann nur sagen: Es war eine Katastrophe. Die "klebten" allesamt am Papier, bekamen einfach "nichts vom Tisch", mussten sich ständig beim Chef bzw. mir vergewissern. Im Ergebnis also untragbar hinsichtlich des Kosten-/Nutzenverhältnisses. Wenn das alles so weiter geht, wird es ziemlich düster für die kleinen Steuerbüros. Davon bin ich überzeugt. Kommentarautor Sigurd 02.08.2014 20:19 Sigurd Hallo ww, da sind wir uns einig, aber das wird in der Zukunft noch größere Probleme bereiten als jetzt schon. Der Beruf ist schlicht nicht attraktiv für gute Leute. Wer Abi hat, studiert gleich oder ist nach der Ausbildung auf dem Sprung und weg aus der Kanzlei. Übrig bleiben in der Regel nur die , die eben nicht sonderlich leistungsstark sind oder dann völlig demotiviert. Und da beginnt sich das ganze zu drehen. Der Ruf ist aus meiner Sicht schon nachhaltig beschädigt, da reichen auch keine "lustigen " Imagekampagen der Verbände. Ein wenig passiert ja , die Azubivergütungsempfehlungen sind ja gestiegen in den letzten Jahren, aber wie und ob die einzelnen Kanzleien das umsetzen, weiß ich nicht. Kommentarautor ww 02.08.2014 18:27 ww Hallo Tobias, ich glaube, die angestellten qualifizierten StFA können durchaus 35 T? am Markt erzielen. Das setzt nach meiner Erfahrung aber ein paar Jahre Berufserfahrung voraus. Was das Einstiegsgehalt angeht habe ich ja bereits geschrieben, dass ich 1.964?/mtl. bezahle. Dies ist Tarif Groß- u. Außenhandel. Von einer Bekannten die im Personalbereich eines größeren Unternehmens arbeitet weiß ich, dass die ihren ausgelernten Groß- und Außenhandelskaufleuten auch nicht mehr bezahlen. Wir müssen aber leider mal eins feststellen, auch wenn wir es vielleicht nicht gerne hören. Die Abiturienten mit den Top-Noten gehen zu den Großkonzernen, dem Finanzamt usw. Die Top-Kandidaten gehen selten zum Steuerberater. Nun können wir dann auch die Vergütung nicht mit den Top-Leuten vergleichen. Ich wäre auch gerne Leiter der Steuerabt. von Daimler, dann sähe mein Einkommen wohl anders/deutlich höher aus. Aber leider war ich dafür wohl auch nicht gut genug. Also, 2T? für einen Berufsanfänger sind in vielen Bereichen marktüblich und 3 T? für qualifizierte StFA auch angemessen. Noch eine Anmerkung zu Sigurd. Wie ich von meinen MA weiß, gibt es viele StFA die für wenig Geld arbeiten und sich trotzdem nirgendwo bewerben. Die gehen nicht alle in die Industrie, die bleiben größenteils einfach auf ihrem Job sitzen. Kommentarautor peter 02.08.2014 17:24 peter hi ww -ich verstehe ihre rechnung. aber knapp 2000,-euro einstiegsgehalt ist im vergleich nichts. nochmal öffentlicher dienst als vergleich: entgeltgruppe 4 - das ist ungelernt und da ist man bei 2000,- sie sehen schon , den unterschied ? und das ist das problem- wenn man gute leute haben will, muß man entsprechend zahlen. und steuerfachangestellte ist im kaufmännischen bereich der anspruchsvollste beruf und den können sie nicht so bezahlen , wie die kassenfrau beim aldi oder lidl (ach neee da fällt mir ein, die bekommen ja mehr ;) - Kommentarautor Tobias 02.08.2014 09:50 Tobias Hallo ww: Wenn dem so ist, und sie für einen StB einer kleinen Steuerberaterkanzlei das genannte Einkommen von 120.000 ? als angemessen erachten, dann würde ich Sie darum bitten, sich bei in Ihrem Berufsstand dafür einzusetzen, dass die angestellten, qualifizierten Fachgehilfen, mindestens 35.000 ? erhalten; und nicht mit Kommentarautor Sigurd 01.08.2014 23:01 Sigurd Hallo ww, nur 1 Bewerber mit mehrjähriger Berufserfahrung hängt eher mit dem leergefegten Markt zusammen und das gute Leute eben eher weg vom Steuerberater gehen und sich Richtung "freie Wirtschaft" orientieren und dort bewerben. Das können Gewerbebetriebe aller Art oder auch größere Arztpraxen, MVZ etc. sein. Ich unterrichte als Dozent auch (selten) in Umschülerklassen - dort haben sie 80% , von denen ich heute schon weiß, dass sie den Beruf nicht packen. Abschluss Note 4 oder 3, wenn überhaupt. Das die nicht das Gehalt verdienen können, ist klar. Mit solchen Leuten kann man eigentlich als StB nichts anfangen, die erwirtschaften niemals ihr (erträumtes) Gehalt und binden noch Kapazitäten. Die restlichen 20% haben ganz gute Voraussetzungen -von ganz ok bis gut, und hin und wieder, finden sich auch klasse Leute - wie ich unten schon einmal beschrieben habe. Aber , die gehen nicht für Anfangsgehalt 2000,- arbeiten und wenn dann sind die ganz schnell weg. Wer seine Leistungsträger oder potentiellen Leistungsträger halten will, muß eben auch entsprechend zahlen und hier schläft die Konkurrenz in Form der Industrie /MVZ etc nicht. #LT, die von ihnen genannte Summe finde ich völlig berechtigt und deckt sich mit dem altbewährten Faktor 3 . Kommentarautor ww 01.08.2014 15:34 ww Hallo Tobias, Sie schreiben "Das Geld verdiene ich ja in der Industrie viel einfacher." Genau das ist der Grund, warum 120 T? für einen anspruchsvollen Job mit einer Wochenarbeitszeit von 50-60 Std. und vollem Unternehmerrisiko durchaus angemessen sind. "Kein Stress mehr mit komplizierten Steuergesetzten, keine Fortbildung mehr ....." und dann auch keine 120 T?. Kommentarautor L.T. 01.08.2014 13:31 L.T. Die Hoffnung stirbt zuletzt, daher habe ich das lange mitgemacht. Ich hatte vielleicht auch zuviel Geduld. Warum immer neue Mandate angenommen werden? Ganz einfach: Möglichst sehr viel Umsatz in der BWA darstellen, um so die Kanzlei hinterher gut verkaufen zu können. Viele StB halten nur den Umsatz, und nicht das Ergebnis/Rendite, als den maßgebenden Indikator für eine Beurteilungsgrundlage bei einem späteren Verkauf der Kanzlei. Das ist paradox, ich habe es jedoch so festgestellt. Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen und bedanke mich für den interessanten Meinungsaustausch. Kommentarautor ww 01.08.2014 13:16 ww Hallo Lt, das Gehalt ist bei dem Umsatz durchaus angemessen. Wenn in drei Jahren 200 Ü-Std. auflaufen, dann sind das 1,5 pro Arbeitswoche. Hört sich nicht ganz so schlimm an, aber keine Frage: Arbeit muss bezahlt werden. Aber wieso haben Sie das drei Jahre mit gemacht und wieso machen andere StFA das ebenfalls mit. Wie ich schon geschrieben habe, in 18 Monaten nur ein Bewerber mit Berufserfahrung. Ein Problem das Sie ansprechen sollte allerdings mal alle StB nachdenklich machen. Wieso nimmt man zu geringen Gebühren noch neue Mdt. an, wenn die Mitarbeiter keine freien Kapazitäten mehr haben? Hab ich noch nie verstanden. Noch eins, der Preis richtet sich häufig nach Angebot und Nachfrage. Das setzt natürlich auch voraus, das StFA Bewerbungen schreiben. Wenn sie das nicht tun, wird sich auch nichts ändern. Kommentarautor Tobias 01.08.2014 12:49 Tobias P.S. LT hat übrigens Recht. Warum soll ein StB in einer kleinen Steuerberaterkanzlei bei einer täglichen Arbeitsleistung von vielleicht 9 Stunden ein Bruttojahreseinkommen von rund 120.000 ? bekommen. Auch wenn ab und zu vielleicht mal am Wochenende gearbeitet wird, halte ich solch ein Einkommen für einen "Wald und Wiesen" Steuerberater für sehr hoch angesetzt. Kommentarautor Tobias 01.08.2014 12:41 Tobias Hui,... nur gut, dass ich den Absprung damals geschafft habe und direkt nach der Bibu-Prüfung die Steuerberaterkanzlei verlassen habe. Das Geld verdiene ich ja in der Industrie viel einfacher. Geregelte Arbeitszeiten, Betriebsrat, pünktlicher Urlaubabbau. Kein Stress mehr mit komplizierten Steuergesetzten, keine Fortbildung mehr und dafür mehr Geld & Freizeit. Ich glaube, die StFA sind eine aussterbende Berufsgruppe..... Kommentarautor LT 01.08.2014 12:11 LT Herzlichen Dank für die Stellungnahme zu meinem Kommentar sehr geehrter Herr. Zu Ihren Fragen: In Anbetracht eines erwirtschafteten Umsatzes in Höhe von netto 110.000,- ? halte ich ein Jahresbruttogehalt in Höhe von 37.000,- ? für einen Steuerfachwirt für angemessen. Insbesondere, wenn man neben dieser Umsatzrealisierung noch die alleinige Verantwortung für die Ausbildung/Betreuung des Azubi trägt und in der Kanzlei sämtliche organisatorischen Aufgaben wie Telefon/Empfang/Postbearbeitung durch die Fachangestellten erfüllt werden, da keine Sektretärin bzw. Verwaltungskraft beschäfigt wird. Die Überstunden und Urlaubsrückstände hatten ihre Ursache darin, dass ständig neue Mandate angenommen wurden, gleichwohl jedoch die personellen Kapazitäten mangels Einstellungsbereitschaft seitens des StB nicht erweitert wurden. Dieses "Spielchen" habe ich drei Jahre lang mitgetragen und nach mehrmaligen, leider vergeblichen Gesprächen mit dem StB und Bitte um Änderung der Verhältnisse habe ich sodann die Kanzlei verlassen, da ich aufgrund dieser Situation bereits gesundheitliche Probleme hatte und das Ganze natürlich auch auf das Gemüt schlug. Kommentarautor ww 01.08.2014 11:29 ww "Warum ein StB, wenn er denn Überstunden + Wochenendarbeit leistet, das dreifache eines Fachgehilfen verdienen sollte, ist mir schleierhaft..." schreibt LT. Was halten Sie denn für angemessen und von welchem Gehalt für einen StFA gehen Sie dabei aus? Wie lange waren Sie denn in der Kanzlei wo Sie 200 unbezahlte Überstunden geleistet haben und wie konnte es dazu kommen? Kommentarautor Sabine 01.08.2014 10:43 Sabine Hammer, was man hier so liest. Meine als Steuerfachgehilfin gemachten beruflichen Erfahrungen werden durch die Beiträge voll bestätigt. Auweia kann ich da nur sagen. Ja, es ist schlecht, wenn man sich als StB nach Ablegung des Examen und erfolgter Bestellung, anmaßt, nichts mehr tun zu müssen und alles auf die Fachgehilfen verlagert.... Ich sehe für den Berufsstand am Horizont ein ganz gewaltiges dunkles Gewitter aufziehen.... Kommentarautor LT 01.08.2014 09:03 LT Anmerkung: Stundenfakturierung Eine sehr interessante Erfahrung, die ich in mittlerweile zwei Steuerberatungskanzleien gemacht habe, war die, dass die StB (ältere Generation) selber in keinster Weise die Zeit-/Leistungserfassung pflegten bzw. den eigenen Arbeitsplatz/die eigene Arbeitszeit nahezu überhaupt nicht fakturierten. Es wurden viele Stunden hinweg Gespräche mit alt bekannten Mandanten geführt und infolgedessen auch viel Zeit vertrödelt... Am Jahresende musste ich mir in meiner Eigenschaft als Bürovorsteher dann vorwerfen lasse, dass das Umsatz-Kostenverhältnis schlecht ist und die Marge klein ausfällt. Mit insgesamt vier Mitarbeitern war es mir einfach nicht möglich, über die personellen Deckungsbeiträge eine Marge von 80.000 ? für den altgedienten StB , der selbst nicht der Bedienung der Leistungserfassung u. der Fakturierung seiner Arbeitszeit mächtig war, zu erwirtschaften. Das Arbeitsverhältnis musste deshalb durch mich und meine vier Kollegen natürlich zum Eigenschutz beendet werden. Die Kanzlei existiert danach noch acht Monate... Kommentarautor LT 01.08.2014 08:35 LT Ja: leider, leider kommt hier sehr viel Kritik zu tage. Dies teilweise vollkommen zurecht. Hinsichtlich des Kommentar meines Vorredners ww: Vielleicht sollten alle StFA sich zur Steuerberaterprüfung anmelden, um endlich ein vernünftiges Gehalt zu verdienen, von dem sie dann auch die eigene Familie über Wasser halten können. Das dubiose ist nur; wir haben momentan genug bzw. eigentlich zu viele Steuerberater und zu wenige Steuerfachangestellte. Die Lösung kann also nicht darin bestehen, dass noch mehr Personen die Steuerberaterprüfung ablegen und den, ohnehin bereits aufgeteilten, Markt als Berufsträger betreten. Wer soll all die Buchhaltungen, Lohnabrechnungen und Steuererklärungen machen, wenn nur noch Steuerberater in der Kanzlei sitzen. Was das Thema Überstd. und Wochenendarbeit angeht: Vor einem halben Jahr habe ich glücklicherweise eine Kanzlei verlassen. Die Gründe waren folgende: Rund 200 aufgelaufene, unbezahlte Überstunden. Urlaubsrückstände von ca. 4 Wochen. Keinerlei Übernahme bzw. Beteiligung des Arbeitgebers an Fortbildungskosten. Die beiden Chef´s kamen regelmäßig erst um neun ins Büro und verließen das selbige stets vor 17: 00 Uhr. Die StFa waren in der Regel um sieben in der Kanzlei. Mein Arbeitstag endete häufig nicht vor 18:00 Uhr. Samstags bzw. Sonntags war ich meistens alleine in der Kanzlei, die Steuerberater habe ich im Büro an diesen Tagen nie angetroffen. (Warum ein StB, wenn er denn Überstunden + Wochenendarbeit leistet, das dreifache eines Fachgehilfen verdienen sollte, ist mir schleierhaft...) Gruß StFA/StFWi Kommentarautor ww 31.07.2014 20:39 ww Da kommt ja jede Menge Kritik zu tage. Als StB, selbständig seit rund 18 Jahren, versuche ich nachfolgend mal, einige Aspekte davon zu beleuchten. Da wird bemängelt, Fachangestellte arbeiten jahrelang für 2 T? brutto, FaWi bekommen 2,5 T?. Ich weiß nicht wo die Zahlen herkommen, die Gehaltsumfragen des Steuerberaterverbandes zeigen höhere Werte. Aber gar keine Frage, Spitzenverdiener sind weder Fachangestellte/FaWi, noch die Steuerberater. Wer allerdings als erfahrener und guter qualifizierter Mitarbeiter jahrelang für 2 T? arbeitet, der muss sich auch mal fragen lassen, warum er das tut. Gleiches gilt für alle die mehr als 10 Jahre im Beruf sind und sich hier beklagen. Jeder von denen kann jedes Jahr des StB-Prüfung ablegen, sich ein Schild an die Tür machen, das 3-5-fache verdienen und ein dickes Auto fahren. Einfach so, zumindest wenn ich die Kommentare lese. Die Anmerkung ist vielleicht nicht gerade freundlich, aber wahr. Merkwürdiger Weise, will keiner meiner Mitarbeiter sich als StB selbständig machen. Regelmäßige Überstunden und Wochenendarbeit finden die nicht so lustig. Und dafür will ich dann aber auch mindestens das 3-fache verdienen. Gehen wir mal davon aus, ein MA verdient 2.400 ? brutto, dh. einschl. AG-Anteile zur SV kostet er 3 T?/mtl. Bei 13 Gehältern sind das 39 T? im Jahr. Durchschnittlich werden max. 1.200 abrechenbare Std. vom MA erbracht, d.h. die Kosten betragen bereits 32,50?/Std. Dazu kommen noch Raum-/EDV-/Fortbildungskosten usw. Diese liegen je nach Ausstattung der Kanzlei und nach deren Standort bei 15 - 25 ? je Std. Bei 50? Honorar verdient der StB also noch gar nichts, da ist für Gehaltserhöhung kein Raum. Ich kalkuliere mit gut 70?/Std. weniger macht auf Dauer keinen Sinn. Zu dem Hinweis ein Bachelor sei so viel besser kann ich nur sagen, bei mir bewerben sich Bachelorabsolventen. Die bieten sich als Praktikanten für 950 ?/mtl. an. Ist das besser? Gerade Berufsanfänger wird bemängelt, verdienen zu wenig. Ich bilde seit Jahren aus und selbst die Berufsanfänger die ich übernehme haben im ersten Jahr Schwierigkeiten, ihr Gehalt zu verdienen. Überigens liegt zzt. das Einstiegsgehalt für jemanden der gerade die Prüfung abgelegt hat in meiner Kanzlei bei 1.964 ?. Wer allerdings die Prüfung mit einer 4 bestanden hat, hat nicht die Kenntnisse, die man in diesem Beruf benötigt. Soweit bemängelt wurde, der Lehrplan müsste mal überarbeitet werden, so kann ich dem nur zustimmen. Das Problem ist hierbei nicht die Kammer, sondern das Mitspracherecht von Gewerkschaften (die wollen Sportunterricht), Kirchen (Religionsunterricht) usw. Aufgrund dieser Gemengelage unterbleibt die notwendige Anpassung der Lehrpläne leider. Abschließend noch ein Hinweis, warum das mit dem Gehalt wohl doch nicht so schlimm ist. Ich habe jetzt 18 Monate einen neuen Mitarbeiter gesucht und in der Zeit nur die Bewerbung von einer Person mit mehrjähriger Berufserfahrung bekommen. Scheinbar verdienen die meisten also genug und sehen keinen Grund zum wechseln Und für die die mehr verdienen wollen nochmal der Hinweis, jeder kann die StB-Prüfung ablegen. Ich freue mich auf Ihre Anmerkungen. Kommentarautor Alexander 31.07.2014 07:40 Alexander Meike hat Recht. Es ist teilweise erschütternd. Ich frage mich häufig, was sich die Berater eigentlich denken. Ist es denn so schwierig, die Leute einigermaßen vernünftig zu bezahlen!? Klar, der StB hat die Verantwortung und das Risiko und muss natürlich dementsprechend persönlich vergütet werden. Ungeachtet finde ich es jedoch unverhältnismäßig, wenn der Berater im Schnitt das drei- bis fünfache des Einkommen eines Fachgehilfen hat. Im Grunde hat man als Fachgehilfe nur dann eine Chance, wenn man schon einige Jahre "auf dem Buckel" hat, berufserfahren ist und wenigstens einen Fachwirtabschluss nach der Erstausbildung absolviert hat, um neben der praktischen Berufserfahrung auch eine theoretische Qualifizierung zu untermauern. Dann sind auch über 3.000 ? Bruttogehalt drin, wenn man in den Verhandlungen eiskalt und hart bleibt. Als junger Berufsanfänger ist es allerdings nicht einfach und man geht mit kleinem Geld nach Hause. Die Berater sollten sich teilweise schämen. Gruß Alexander (35/StFWi) Kommentarautor Peter 30.07.2014 17:11 Peter @Meike, ja so hart es klingt - bei einer Vielzahl der Kanzleien muß man abraten , bzw wie schon jemand schrieb, es ist ein Teufelskreis. Aufgrund der schlechten Bezahlung , gehen die Guten weg oder machen erst gar nicht diese Ausbildung. Mindestens öffentlicher Dienst sollte Referenz sein, wie hier schon mehrfach stand. Und da geht ein Berufsanfänger im kaufmännischen Bereich mit Brutto 2100 ,- nach Hause und ist ein Jahr später bei 2300/2400 , geregelte Arbeitszeiten und 30 Tage Urlaub incl. Und ein gut ausgebildeter Steuerfachange. hat fachlich mehr zu bieten und ist eher höher anzusiedeln. Kommentarautor Meike 30.07.2014 08:27 Meike Wenn ich mir die Beiträge hier so ansehe, kann ich nur hoffen, dass die Steuerberater diese nicht lesen. Das ist ja echt erschütternd. Der Beurteilung dieser Kommentare nach ist das Arbeiten als Steuerfachangestellte/-r in einer Kanzlei ja tatsächlich schrecklich. Hatte schon oft so etwas ähnliches gehört, dem aber nie glauben geschenkt. Scheinbar ist der Job echt nichts. Kommentarautor Steuerfa 29.07.2014 13:33 Steuerfa P.S. und wenn ich mir die Masse der Stellenanzeigen der Agenda und die Meinung der Agenda (2000 ? für einen Steuerfachangestellten) ansehe, wundere ich mich nicht, das dort immer Stellen offen sind/bleiben Kommentarautor Steufa 29.07.2014 13:30 Steufa Vollkommen richtig. Wobei ich schon denke, das die Gehälter in letzter Zeit etwas besser werden. Dennoch: Wenn ich mir Initiativen der Steuerberaterkammer ansehe (hey, wir müssen cooler werden und auch mal eine Stellenanzeige auf Facebook posten) kann ich nur müde lächeln. Der Termindruck, das Wissen, das immer selbständigere Arbeiten wird nicht ansatzweise fair entlohnt. Naja, ich bin mittlerweile auch in der Industrie gelandet und rate jedem der mich fragt davon ab in einer Steuerkanzlei zu arbeiten. Eine Lehre dort (wenn die Ausbildung denn gut ist) kann man dagegen durchaus in Erwägung ziehen. Kommentarautor TA 29.07.2014 09:15 TA Genau so ist es. Die jetzt bestehende Personalnot in den Kanzleien ist NUR durch den Berufsstand selbst verschuldet und verursacht. Die Fachgehilfen sind in den letzten dreißig Jahren schlicht gesagt schlecht bezahlt worden. Das hat sich rumgesprochen, auch bei Abiturienten, die ggf. eine Ausbildung bei StB erwägen. Die selbigen gehen allerdings dann doch lieber sofort studieren. Ein Bachelor Abschluss, der bereits nach 6 Semestern in der Tasche ist, hat eben eine höhere Reputation als eine StFA-Ausbildung. Klar hat man alle Möglichkeiten in der Steuerberatung; doch der Weg ist steinig und bis zum 30. Lebensjahr finanziell schlecht ausgestattet. Die Fachwirtfortbildung ist ziemlich knüppelig, das zeigen die Prüfungsergebnisse. In keiner anderen Meister-/Fachwirtfortbildung (IHK/HWK) sind die Resultate so schlecht wie beim Steuerfachwirt. Gleichwohl sind die Einkommensverhältnisse insbesondere im Zusammenhang mit IHK-Fortbildungen wesentlich besser im Vergleich zur Steuerberatung. Ein absolut antiproportionales Verhältnis. Ich kann jedem jungen Menschen; insbesondere Männern, die vielleicht einmal eine eigene Familie gründen & ernähren wollen, nur abraten von dieser Branche. Geht lieber in die Industrie oder in den öffentl. Dienst. Kommentarautor Peter 26.07.2014 13:07 Peter ps: öffentlicher Dienst als Referenz: Grundgehalt: Entgeltgruppe 6 ( bei Bilanzbuchhaltern, Fachwirten geht es auch in Entgeltgruppe E7-E9a und dann ) 2183.38 ? nach einen Jahr :2409.57 ? nach 3Jahren 2524.97 ? +71% Jahrensonderzahlung und 30Tage Urlaub noch Fragen, liebe StB, warum ihr keine guten Leute findet. Kommentarautor Peter 26.07.2014 13:00 Peter ps: wenn ich schon diverse Stellenanzeigen lese, wo die AG die angebotenen Stelle anpreisen " moderner Arbeitsplatz und fortwährende Fortbildung" aber kein Wort zum Gehalt verlieren, dann weiß man doch gleich Bescheid. Sorry,nein danke. Ich bin heilfroh. ich habe vor 3 Jahren den Absprung geschafft bin in der Industrie gelandet. Anständige Bezahlung , geregelte Arbeitzeiten. Kommentarautor Peter 26.07.2014 12:54 Peter "Denn das Gehalt ist bei der Auswahl des Arbeitgebers nur einer von mehreren Faktoren und meist nicht mal der wichtigste. Dies zeigt eine Umfrage der Bundessteuerberaterkammer unter 1.800 frisch gebackenen Steuerfachangestellten. Viel wichtiger als das Gehalt sind den Absolventen vielseitige Tätigkeiten, anspruchsvolle Aufgaben, eigenverantwortliches Arbeiten und der Kontakt zu den Mandanten." Naiv. Natürlich ist das Gehalt das entscheidende Kriterium. Von "vielseitigen Tätigkeiten und anspruchsvollen Augaben" kann niemand seine Rechnungen bezahlen. Kommentarautor F.M. 25.07.2014 07:36 F.M. An alle StB: Bezahlt endlich die Leute vernünftig! Bei einem fakturierten Stundensatz von 50,- ? muss bei den StFA mehr ankommen als 13,- ?. Die Aussagen: "Wir finden keine Leute mehr" ist absolut hausgemacht. Insbesondere in den Jahren 2003 - 2010 wurde nicht ausgebildet und Berufsanfänger wurde auch nicht eingestellt, weil die ja keine Erfahrung haben:-) Ich hab´s selber in den genannten Jahren miterlebt als StFA. Mittlerweile sieht die Lager anders aus. Habe diese Woche insgesamt 6 Vorstellungsgespräche als Bewerber geführt. Fünf StB erhalten heute von mir eine Absage. Kommentarautor TW 24.07.2014 16:35 TW M.E.n. sind hier beide Seiten nicht unschuldig. Während ich StB nicht verstehen kann die 40 Stunden bei Magergehalt normal empfinden, bleibt mir auch bei StFa die Spucke weg, die nicht mitdenken und dies normal empfinden. Wenn ich weniger zahlen will, muß ich auf anderer Seite mehr bieten. Sinn, Freizeit, Weiterbilder oder oder oder. Alle die jammern sollten doch hier mal aufzählen was Sie bieten. Was halten sie davon: Z.B. entspricht bei uns eine Vollzeitstelle nur noch 35 Stunden. Eine Absenkung auf 30 Stunden ist im Gespräch. Weiterbildung wird vollständig finanziert und eine gesonderte Alters- und Krankenvorsorge gehört zu unserem Caferteria-Gehaltssystem. Ist Personal für sie Kapital (das gemehr werden sollte) oder Kosten (welche Sie drücken wollen) - jeder sollte das ehrlich beantworten! Kommentarautor Thomas 23.07.2014 15:30 Thomas Den Beiträgen der StFa/StFWi hier kann ich nur beipflichten. Zu dem durch den WP/StB gelisteten Beitrag kann ich nur sagen: Sie haben teilweise natürlich Recht, dass mitunter die Lernbereitschaft/Wille bei jungen Menschen fehlt. Es ist auch richtig, dass die Abwanderung von StFA in die Wirtschaft und das dort häufig anzutreffende, einseitige Aufgabenspektrum der fachlichen/persönlichen Entwicklungsqualität im Vergleich zu einer Beratungskanzlei nicht standhalten kann. Aber: Von persönlicher Entwicklung in einem Beruf allein kann man nicht leben, eine zu unterhaltene Familie bzw. eine abzuzahlene Familie ist eben mehr auf ein vernünftiges Einkommen am Monatsende angewiesen, als darauf, ob der Familienernährer sich im Laufe des Monats persönlich fortentwickelt hat. Kommentarautor Sigurd 19.07.2014 20:36 Sigurd bezüglich des Kommentares WP/StB - das stimmt in Teilen und es ist eine Binsenweisheit, dass die Gehälter natürlich erst erwirtschaftet werden müssen. Aber, sie vertauschen hier auch Ursache und Wirkung. Wer qualifiziert ist, wird eben nicht für 2200,- oder deutlich weniger arbeiten. Für 2000,- oder deutlich tiefer arbeiten nur Leute in dem Bereich , die nichts anderes finden. Wir reden hier - zumindest theoretisch -von der "Königsdisziplin" der kaufmännischen Berufe und das sollte sich auch am Gehalt widerspiegeln. Und da sind viele Kanzleien selber schuld. Die guten gehen in die Wirtschaft oder in den öffentlichen Dienst und nur die "schwachen" bleiben. Ein Teufelskreis. Was wir hier z.T. an Umschülern reinbekommen , ist ein Witz, da fehlt es an wichtigsten Grundlagen. Da ist eine Vorauswahl noch wichtiger als eh schon. Von 10 Kandidaten war einer zu gebrauchen. Der ist allerdings sehr sehr gut ,es gibt also auch da Rohdiamanten zu finden, aber man muß lange suchen und die Leute dann auch entsprechend pflegen und wertschätzen und ja, da spielt eben das Gehalt eine wesentliche Rolle. Kommentarautor Team Steuerberaterseite 18.07.2014 14:52 Team Steuerberaterseite Liebe Diskussionsteilnehmer, erfreut stellen wir fest, dass Sie sich für dieses Thema interessieren und die Kommentarfunktion für einen konstruktiven Austausch nutzen. Damit es bei einer fairen Diskussion bleibt, verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Netiquette (https://www.steuerberaterseite.de/7669.htm) und freuen uns über weitere Erfahrungsberichte sowie Lösungsansätze. Viele Grüße, Ihr Steuerberaterseite-Team Kommentarautor Silvia 17.07.2014 07:46 Silvia Der Beitrag des WP/StB vom 14.Juli ist zu 80% Müll! Kommentarautor Markus 16.07.2014 14:12 Markus Ich kann meinem Vorredner nur beipflichten. Hinzukommt, dass viele StB zuwenig Zeit in die Ausbildung der jungen Menschen investieren. Leider habe ich die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass die StB häufig jungen Menschen einen Ausbildungsplatz geben, sich jedoch während der Ausbildung in keinster Weise um die selbigen kümmern. Die Ausbilder (zu meist erfahrene Fachangestellte bzw. Fachwirte) müssen sich alleine um den Azubi kümmern, neben der ganzen "eigentlichen" Arbeit, und bekommen dann oftmals noch einen Rüffel vom Chef, wenn der Umsatz zu gering ist. In meiner eigenen Ausbildung war es jedenfalls so. Man war im 3. Lehrjahr und hatte während der gesamten Ausbildung vielleicht mal zwei Jahresabschlüsse gemacht und ansonsten nur Buchhaltung, viele ESt-Erkl. und administrative Aufgaben im Sekretariatssektor. Das ist natürlich zu wenig, um nach der Ausbildung eigenverantwortlich einen Mandantenkreis ganzheitlich betreuen zu können. Die Ausbildung ist einfach nicht gut organisiert, insbesondere in den kleineren Kanzleien... Die Kammern sollten vielleicht auch mal den Lehrplan in der Berufsschule überarbeiten...Das Fach Personalwirtschaft bzw. Sozialversicherungswesen wäre eine sinnvolle Integration in den Berufsschulunterricht. Das wird in keinster Weise geschult, gleichwohl müssen in der Praxis Lohnabrechnungen/Baulöhne/SV-Prüfungen abgewickelt werden. Das jetzt bestehende Problem ist hausgemacht und verursacht durch die Beraterschaft selbst. Der Kommentar des WP/StB ist so in Gänze nicht akzeptabel. Ach...übrigens..mein Rat an die Steuerberater: vielleicht mal nen 3-er BMW fahren anstatt immer 5-er, dann können die Fachgehilfen anstatt Ford Fiesta bzw. Fiat Punto auch mal einen VW fahren...:-) Kommentarautor Andre 14.07.2014 14:02 Andre an der momentanen Situation wird sich nicht viel ändern. Eher ist mit einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und Arbeitsumfeldes in der klassischen Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung zu rechnen. Zum einen drängen immer mehr Steuerberater und Steuerberaterinnen auf den Markt und neue Mandate sind nur noch schwer zu bekommen. Zum anderen bildet die Bundesagentur für Arbeit Zuwanderer aus Osteuropa im großen Umfang im Rahmen einer Umschulung zum Steuerfachangestellten/in aus, so dass das Angebot an Steuerfachangestellten nicht knapp wird, eher ein Überschuss ausgebildet wird. Keine Tarifgebundenheit führt zu Dumpinglöhnen in jeder Branche. Die Festlegung eines Tariflohnes für Steuerfachangestellte und Steuerfachwirte würde die Steuerberatung wieder attraktiv machen, aber wozu, sind ja genügend ausgebildete Steuerfachkräfte vorhanden, die froh sind Arbeit zu haben. Kommentare von Wirtschaftprüfer und Steuerberatern, die die Qualität der Ausbildung bemängeln und sich selber auch nicht daran beteiligen wollen, sind der reinste Hohn. Diese Gruppe geht immer mehr dazu über, ungelernte Praktikanten oder kurzfristig geförderte Langzeitarbeitslose zu beschäftigen, um die Kosten zu drücken. Resultat ist, dass die Qualität der Dienstleistung Steuerberatung/ Wirtschaftsprüfung immer mehr nachlässt und dass die Schuld daran auf die schwächste Gruppe, die Steuerfachangestellten, die keine wirksame Interessenvertretung haben, abgeschoben wird. Das Fehlen von berufserfahrenen und gut qualifizierten Fachkräften in der Steuerberatung ist hausgemacht und wer eine Fachkraft nicht anständig bezahlt, der bekommt auch nur eine mittelmäßige Gegenleistung oder muss zu sehen, wie Mitarbeiter die Kanzlei verlassen, um sich einen besser bezahlten Job zu suchen. Bin selber Steuerfachangestellter, Bilanzbuchhalter, so dass ich hier aus der Praxis berichte. Kommentarautor WP/StB 14.07.2014 11:25 WP/StB Als Kanzleiinhaber habe ich da eine andere Sicht der Dinge: Zuvorderst kann nur das Gehalt gezahlt werden, dass die Kanzlei erwirtschaftet - aufgrund massiven Honorardruckes ist dies alles andere als einfach - bessere Mandate kann man aber auch nur betreuen, wenn die fachlichen Voraussetzungen stimmen - leider schaffen es viele StFA selbst im 2. oder 3. Berufsjahr (nicht Lehrjahr!) geringwertige Wirtschaftsgüter korrekt zu identifizieren .... Unfähigkeit oder "Leck mich am Arsch"-Einstellung oder beides - wo ist da das Potential für z. B. anspruchsvolle Bilanzierungsprojekte? In Summe ist der Ausbildungsstand viel zu niedrig und genügt den heutigen hohen fachlichen Anforderungen bei Weitem nicht! Die Fähigkeit sinnvolle Briefe zu schreiben und komplizierte Sachverhalte verständlich darzustellen, sei es in einem Anschreiben an den Mandanten oder für einen Einspruch an das Finanzamt, ist praktisch gar nicht vorhanden ... wer etwas nicht erklären kann, hat es idR selber nicht verstanden und man merkt sehr schnell, dass diese Leute die Zusammenhänge selber nicht verstehen ... In der Wirtschaft machen sich fachliche Mängel natürlich nicht so schnell bemerkbar, wer das ganze Jahr nur Debitoren bucht, hat ein deutlich niedrigeres Anspruchsniveau und kann gar nicht so doof sein, als dass er es irgendwann nicht hinbekommen würde. Vielleicht bekommt er sogar mehr Geld dafür, persönlichen und fachlichen Fortschritt erzielt so allerdings niemand. Viele Bewerber sind mit Mitte 40 bis Mitte 50 aus der Wirtschaft, da wegrationalisiert, Konkurs der Firma etc., sind aber für eine Kanzlei mit ihrem breiten Anforderungsspektrum nicht ansatzweise brauchbar. Eine Bilanzbuchhalterin wollte TEUR 65 und konnte nicht einmal erklären, was eine GmbH & Co. KG ist. Die Bereitschaft für Überstunden ist ebenfalls minimal, es ist aber ein Dienstleistungsberuf! Mal abgesehen davon, wieviele Arbeitsstunden mit facebook etc. "vertändelt" werden, dank der Smartphones ja kaum noch kontrollierbar, da schnell versteckt! Also liebe Leute, bitte überlegen, ob das was geboten wird, auch eine qualitativ hochwertige Arbeitsleistung ist - stupides herunterbuchen ohne Hirn und Verstand und bloßes Ansprüche stellen gehört leider nicht dazu, ist aber üblich. Auszubildende kommen mir gar nicht mehr ins Haus, das Leistungsvermögen und die schulischen Defizite können von einer kleinen Kanzlei nicht kompensiert werden. Daher mache ich inzwischen immer mehr selber, der Mandatsverlust ist teilweise günstiger, als das zu zahlende Gehalt und Fehler kann ich auch alleine machen und dann ebenfalls billiger! Kommentarautor Siegfried 10.07.2014 20:46 Siegfried "Steuerfachangestellte verdienen im Schnitt 2.000 Euro brutto, mit einer Weiterbildung zum Steuerfachwirt 2.500 Euro." Bei diesen absurden Gehältern muß man sich nicht wundern. Da verdient ein ungelernter Bürobote im öffentlichen Dienst ja nach einem Jahr mehr als ein Steuerfachangestellter(E3- rund 2150 brutto) . Wer einigermaßen was auf dem Kasten hat , meidet diese Ausbildung oder geht sofort in die Wirtschaft/öffentlicher Dienst. Nur weit weg vom Steuerberater. Kommentarautor Markus Brennscheidt 24.06.2014 09:55 Markus Brennscheidt Die Aussagen der Vorredner sind, so hart es auch klingt, vollkommen richtig und entsprechen der tatsächlichen Situation. Als berufserfahrener, langjährig tätiger Steuerfachwirt in der Steuerberatungspraxis kann ich dem nur beipflichten. Auch im Rahmen meiner Ausbildertätigkeit habe ich diese Aussagen durch viele angehende Steuerfachangestellten gehört und mit ansehen müssen, wie viele qualifizierte Azubis sofort nach der Ausbildung in eine Hochschulausbildung bzw. in andere Berufszweige abgewandert sind. Das derzeit bestehende Problem der Personalrekrutierung ist eine logische Folge und das Resultat einer jahrelangen "Ausbeutung" der Fachgehilfen seitens der Beraterschaft. Die noch verbliebenden, berufserfahrenen, zur Verfügung stehenden Fachangestellten und Fachwirte sitzen momentan an einem langen Hebel, der gegenüber den Beratern auch eiskalt angesetzt wird. Durch mich übrigens auch:-) Kommentarautor Rene 27.05.2014 15:05 Rene Als Steuerfachwirt in einer Kleinen Kanzlei mit jeder Menge Zusatzaufgaben ( neben dem ganz normalen Wahnsinn ) administrativer Natur u.U. auch Ausbildung von Azubis und weniger gut ausgebildeten Mitarbeitern verdient man nichts! Wie bitte soll ich von diesem Gehalt eine Familie ernähren? Einfach lächerlich wenn ich höre das Steuerberater Personalmangel haben, woher kommen diese Probleme nur? Ich denke es ist Zeit für eine Gewerkschaft.... Kommentarautor Sieglinde 16.03.2014 16:36 Sieglinde Da kann ich mich nur anschließen. Wenn man sich anschaut, was z.Bsp. jede 0/8/15 Verwaltungssachbearbeiterin im öffentlichen Dienst bekommt -Entgeltstufe E5- E8 und dies mit der schlechten Entlohnung vergleicht , die in Kanzleien gerne gezahlt wird, muß man sich nicht wundern. Wenn ich lese das Mitarbeiter mit deutlich unter 2000Euro abgespeist werden, ist das lächerlich. Da muß man sich nicht wundern, das qualifiziertes Personal schreiend das Weite sucht und in den Mittelstand abwandert. Kommentarautor Peter 08.11.2013 20:00 Peter Ich kann meinem Vorredner nur beipflichten. Der Verdienst eines Steuerfachangestellten ist lächerlich. Ein StFA anfang dreißig verdient nicht mehr als eine Bürokauffrau anfang zwanzig, die gerade ihre Ausbildung absolviert hat und nur Telefonate annimmt und Debitoren bucht. Die StB sollen sich mal an die eigene Nase packen und die Gründe für den Personalschwund in ihren eigenen Kanzleien hinterfrage;;; aber ich glaube die StB sind teilweise so hochnäsig, dass sie selber nicht mehr an die eigene Nase drankommen.... (StFWi/ 40) Kommentarautor Alexander Westphal 13.10.2013 21:04 Alexander Westphal Der Berufsstand der Steuerberater steht vor einem Veränderungsprozess. Die Anforderungen und auch der Grad der Eigenverantwortlichkeit für das eigene Handeln, denen sich die StFA gegenüberstehen, ist innerhalb der letzten zehn Jahre enorm gestiegen. Gleichwohl ist die finanzielle Gegenleistung hierfür nicht ausgewogen und angemessen. Augenscheinlich erkennen das viele Berufsträger und selbständige Steuerberater nicht. Das zeigt die hohe Fluktuation in den Kanzleien und die Abwanderung der StFA in die freie Wirtschaft bzw. die unmittelbare Aufnahme eines Studiums kurz nach Absolvierung der beruflichen Erstausbildung. Der Markt ist definitv leergefegt. Die noch verbliebenen StFA sind mitunter genervt und überlastet, was zu einer weiteren Abwanderung aus der Branche in besser dotierte Berufsfelder führt. Eine fatale Entwicklung; die der Berufsstand bzw. dessen Träger selbst zu verantworten haben. Es ist ein Geben und Nehmen! (Steuerfachwirt/(35) Kommentarautor BKK 11.10.2013 18:14 BKK Theoretisch alles machbar. Alle von mir selbst ausgebildeten Mitarbeiter wollten nach einer gewissen Dauer nachvollziehbar auch einmal woanders arbeiten. Es ist jedem bekannt, ein Wechsel eröffnet finanziellen Fortschritt. Auf dem eigenen Lebensweg ist jeder sich selbst der Nächste. In der Anwerbung von Mitarbeitern ist die Entlohnung überwiegend entscheidend.