Software-Schmerzen – alles andere als lustig

Ein Online-Test unterstützt Steuerberater dabei, IT-Probleme zu identifizieren.

Die „Zukunftsstudie kleine Steuerkanzlei“ zeigt: Steuerberater beschäftigen sich ungern mit Fragen rund um Soft- und Hardware. Unternehmensberater Volker Reitler erklärt, warum es vielen Beratern schwerfällt, ihre IT-Probleme als Erfolgshürden zu identifizieren. Ein kostenloser Online-Test unterstützt dabei, sich Software-Schmerzen bewusst zu machen.

Immerhin 87 Prozent der Steuerberater geben in der Zukunftsstudie an, ihre Kanzlei-Software nicht wechseln zu wollen. Auf den ersten Blick erscheint der Schritt, Nein zu einem Wechsel zu sagen, logisch. Aber bei genauerer Betrachtung ist mangelndes Interesse am IT-Bereich kein schlagkräftiges Argument. Denn ist es nicht so, dass jede Software gewisse Eigenheiten hat? Macken, die eine andere System-Lösung eventuell nicht hat? Und kennt nicht jeder Berater Situationen, in denen wertvolle Zeit im Kanzlei-Alltag wegen vermeintlich kleiner Software-Probleme verloren geht? Seien es aufwendige Update-Installationen, lange Ladezeiten oder eine schlechte Datenbank-Performance.

Software-Schmerzen hinnehmen, kleinreden oder übersehen?

Es scheint: Steuerberater wollen die Software partout nicht wechseln. Das wirft zwangsläufig folgende Frage auf: Was sind die Motive hierfür? Eine Antwort darauf zu finden ist mindestens so schwer, wie die steuerrechtlichen Änderungen fürs nächste Jahr vorherzusagen. Denn natürlich gibt es keine allgemeingültigen Entscheidungsmuster. Lassen Sie mich einen spaßigen Erklärungsversuch wagen. Hier sind drei Steuerberater-Extremtypen – konstruiert mit einem großen ironischen Augenzwinkern:

Stereotyp OberklasseTyp eins kennzeichnet folgende Aussage: „Einmal Oberklasse, immer Oberklasse.“ Steuerberater eins lebt markenbewusst und sieht keinen Grund, seine Software zu wechseln. Schließlich ist er beim Marktführer. Er stellt keine Vergleiche mit anderen Produkten an, und Kosten spielen für ihn keine Rolle.

Stereotyp Nicht-so-SchlimmTyp zwei verharmlost gerne: „Ach, ist ja gar nicht so schlimm“ ist sein Lieblingssatz, denn „mit kleinen ‚Software-Problemchen‘ muss man eben leben.“ Im Alltag redet er Defizite gerne klein. Schließlich könnte ein Software-Wechsel noch viel größere Probleme mit sich bringen.

Stereotyp Zu-viel-ArbeitTyp drei ist mit sehr viel Arbeit eingedeckt: „Mein Tagesgeschäft fordert mir alles ab. Unmöglich, mich auch noch mit IT-Fragen zu beschäftigen.“ Steuerberater drei übersieht im Stress des Kanzlei-Alltags sogar schwerwiegende Software-Probleme. Dabei hat er vor allem eines nicht im Blick: Eine bessere Software-Performance schafft größere Zeitressourcen fürs Kerngeschäft.

Seltsame psychologische Handlungsmuster

Natürlich greifen all diese Stereotype viel zu kurz und sind voller Vorurteile. Doch in der Realität sind diese Muster in entschärfter Form definitiv vorzufinden. Schließlich haben alle Steuerberater eines gemeinsam: Die Angst vor einem Software-Wechsel, der mit zusätzlicher Arbeit und Mühe verbunden ist.

Und so handeln viele Berater entgegen der psychologischen Grundregel, Schmerz zu vermeiden. Stattdessen lernen sie mit ihren Problemen zu leben und behelfen sich mit ständigen Notlösungen.

Der Schmerz-Test – ironischer Auftritt und ernster Kern

Eine neue Kampagne von Agenda greift die Gedanken zum Thema Software-Schmerzen und Wechsel-Unwilligkeit auf: Auf spielerische Weise können sich Steuerberater ihre Software-Probleme bei einem Online-Test vergegenwärtigen.

Schmerz-Test

Aus einer Liste wählen sie ihre „10 häufigsten Software-Schmerzen“ aus. Anschließend folgt die Auswertung, die auf humorige Weise die individuelle Schmerz-Toleranz-Quote kommentiert.

Selbstredend verweisen die individuell generierten Lösungsvorschläge auf Agenda-Produkte. Doch dies muss nicht zwangsläufig in den Fokus jedes Besuchers rücken. Denn letztendlich kann jeder seine persönlichen Schlüsse aus dem Test ziehen.

Probieren Sie’s einfach aus!

Zum Schmerz-Test

Ganz allgemein regt der Test dazu an, sich mit der eigenen Software und IT zu beschäftigen. Er hilft Steuerberatern, über den eigenen Schatten zu springen, versteckte „Problemchen“ ausfindig zu machen und diese nicht weiter auf die lange Bank zu schieben.

Es ist also egal, was Ihre Gründe für den Besuch der Seite sind: Sie sind auf der Suche nach einer neuen Software? Sie sind sich nicht ganz sicher, wie sehr Sie Software-Probleme belasten? Sie wollen sich einen kleinen Spaß machen und Ihre Test-Ergebnisse mit denen Ihrer Kollegen vergleichen? Regen Sie doch einfach eine Diskussion darüber an – beispielsweise mit einem Kommentar unter diesem Beitrag.

Autor Volker Reitler

Volker Reitler ist Unternehmens- und IT-Berater, externer Datenschutz-Beauftragter und -Koordinator für Steuerkanzleien. Darüber hinaus ist er seit über 15 Jahren als Berater für die Agenda-Software tätig. (www.reitler.de)