Im Namen des Mandantenerfolgs

Mit betriebswirtschaftlicher Beratung geht Steuerberaterin Linda Albrecht den Branchenwandel aktiv an

Heute reicht es für Steuerberater längst nicht mehr aus, sich auf die Erfüllung deklaratorischer Aufgaben zu beschränken. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft liegt in einem Mehr an persönlicher Beratung. Davon ist Steuerberaterin Linda Albrecht überzeugt. Wie sie dies in ihrer Steuerkanzlei umsetzt, sich auf dem Markt behauptet und sogar neue Geschäftsfelder erschließt, haben wir im Interview mit ihr besprochen.

Steuern, steuern und beraten

Linda Albrecht Ihr Talent für Steuerrecht und alle damit verbundenen Belange entdeckte Linda Albrecht im Studium der Betriebswirtschaft. Nach einem längeren Zwischenspiel bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in München und der Bestellung zur Steuerberaterin gründete sie 2005 im Nebenberuf ihre eigene Kanzlei. Seit 2008 führt sie ihre Praxis in Utting am Ammersee hauptberuflich. Zusammen mit drei Mitarbeitern betreut sie heute einen vielschichtigen Kundenstamm – angefangen bei der Privatperson bis hin zum mittelständischen Unternehmen mit 30 Mitarbeitern.

Von Anfang an spielten dabei Dienstleistungen, die über die reine Deklaration hinausgingen, eine besondere Rolle. Denn die Arbeit mit Mandanten aus den unterschiedlichsten Branchen sowie die Aufgabe, deren Unternehmen nach vorne zu bringen – das macht den Reiz am Steuerberater-Beruf für Linda Albrecht aus: „Im Kanzleialltag verwirkliche ich mich mehr als Managerin der Geschäftsinteressen der Kunden und weniger als theoretische Beraterin.“ Den Fokus legt sie daher auf Unternehmensberatung und betriebswirtschaftliche Beratung.

Das Geheimnis: Initiative zeigen statt verkaufen wollen

Der Entwicklung zur Beratungskanzlei lag dabei kein strategischer Plan zu Grunde, sondern eine ganz natürliche Entwicklung. „Gerade am Anfang waren es sehr naheliegende Themen und Fragen, welche die Mandanten von sich aus im Erstgespräch angesprochen haben“, erinnert sie sich.

Durch erste Erfolge angespornt, rückte das Thema Beratung in der Folge verstärkt ins Augenmerk. Nach und nach entwickelten sich sowohl bei der Kanzleiinhaberin als auch bei ihrem Team – dank intensiver Schulung durch die Chefin – routinierte Abläufe. Heute kommen die Mitarbeiter meist schon von alleine mit Anregungen und Vorschlägen zu Linda Albrecht: „Schließlich kennen sie die Mandanten sowie Zahlen sehr gut und schauen nicht nur genau auf die Auswertungen, sondern machen beispielsweise auch Vor- und Halbjahresvergleiche.“ Bei großen Aufgaben wie Jahresabschlüssen hat sich zudem der Gebrauch von Checklisten als äußerst hilfreich erwiesen.

Und wenn Beratungsansätze oder Probleme bei Zahlen sichtbar werden? „Dann greift man zum Hörer und ruft den Mandanten an – es geht einfach darum, proaktiv zu handeln.“ Denn das – so hat die Erfahrung Linda Albrecht gelehrt – wird von den Mandanten gewünscht und bildet zudem eine effektive Marketing-Maßnahme, um neue Dienstleistungen zu vermitteln.

Eine Sache ist dabei besonders wichtig: „Der Mandant soll nicht das Gefühl haben, dass man ihm etwas verkaufen will.“ Vielmehr muss bei jeder Dienstleistung und bei jedem Angebot ein klarer Mehrwert erkennbar sein. „Dann sind Mandanten gerne bereit, zu investieren“, so Linda Albrecht. Es braucht Glaubwürdigkeit, Intuition und den Willen zu Veränderung.

Raus aus der Komfortzone

Steuerberaterin Linda Albrecht

In diesem Zusammenhang sieht sie auch ihre Berufskollegen in der Pflicht, die Herausforderungen der Zukunft als Chance zu begreifen: „Unsere Branche muss in Bereiche vordringen, die aktuell nicht unbedingt auf der Tagesordnung stehen. Nur so können wir wettbewerbsfähig bleiben.“

Um nicht den Anschluss zu verpassen, muss mittelfristig umgedacht werden. Noch geht die Umstellung in der Branche schleppend voran. Warum? Linda Albrecht hat dafür folgende Erklärung: „Ein Umdenken ist natürlich schwer. Ein Ausbrechen aus der Routine auch ein Stück weit unbequem. Gerade, wenn Kanzleiprozesse stark eingespielt sind und das Geschäft sehr gut läuft. Man muss den eingeschlagenen Pfad verlassen und sich fragen, was kann ich zusätzlich machen und wo können erste Umsetzungen vorgenommen werden.“

Die Voraussetzungen hierfür sieht sie als optimal an: „Dadurch, dass wir auf Zahlen und Fakten aus dem Rechnungswesen zugreifen können, sitzen wir beim Mandanten ja quasi in der ersten Reihe. So bekommen wir ein Verständnis für das jeweilige Geschäftsfeld. Das erleichtert die persönliche Beratung, um die steuerliche und betriebswirtschaftliche Zukunft der Mandanten optimal zu gestalten.“

 

 

Linda Albrecht

Linda Albrecht ist Steuerberaterin. In ihrer Kanzlei bietet sie neben deklaratorischen Dienstleistungen auch die betriebswirtschaftliche Beratung ihrer Mandanten an (www.albrecht-steuerberater.de).