Netzwerken für Existenzgründer

Für junge Steuerberater gilt: So viele Kontakte wie möglich knüpfen

Jeder, der sich als Steuerberater selbstständig macht, ist Dienstleister und insbesondere deshalb auf Kontakte angewiesen. Ein gutes Netzwerk hilft, die passenden Mandanten und Mitarbeiter zu finden und wertvolles Wissen zu Kanzleiführung und -organisation zu vermitteln. Alexander Koschier, Leiter Business Development bei Agenda, verrät Existenzgründern, wie sie sich die vernetzte Basis für die eigene Kanzlei schaffen.

Mandanten aus dem eigenen Umfeld akquirieren

Es ist kein Geheimnis: Die einfachste Quelle für Neumandate ist der eigene Freundes- und Bekanntenkreis. Denn wenn das Zwischenmenschliche und obendrein die Beratungsleistung stimmt, verbreitet sich die Kunde von der neuen Steuerkanzlei wie im Fluge.

Dabei darfst Du Dich als Berater allerdings nicht unter Wert verkaufen. Letzten Endes muss jeder Jungunternehmer Rechnungen bezahlen und Schritt für Schritt in den Ausbau der eigenen Kanzlei investieren.

Ist ein erster kleiner Mandantenstamm vorhanden, kann man sich intensiv mit der Frage beschäftigen: Was sind meine Wunschkunden und deren spezielle Bedürfnisse?

Als Unternehmensgründer der richtige Berater für Start-ups

Für Kanzleigründer lohnt es sich besonders, engen Kontakt zu Existenzgründern anderer Branchen zu pflegen. So nehmen Start-up-Unternehmen sehr gerne die Dienste von jungen Kanzleien in Anspruch. Jungunternehmer suchen schließlich nicht nur nach einem kompetenten Berater, sondern nach jemandem, der ihre Visionen und Herausforderungen nachvollziehen kann und teilt.

In diesem Zusammenhang gilt es, als Steuerberater-Neuling auf die speziellen Erwartungen der Mandanten einzugehen. Folglich lassen sich Start-ups aus der Dienstleistungs- und IT-Branche leichter gewinnen, wenn der Steuerberater neueste Kommunikations- und Software-Techniken einsetzt.

Kontakte zu Kommilitonen und Kollegen pflegen

Wer plant, sich als Steuerberater selbstständig zu machen, kann nicht früh genug mit dem Vernetzen beginnen – also bereits in der Ausbildung. Selbst ein gemeinsames Bierchen nach einem Seminar kann sich auszahlen. Vielleicht empfiehlt sich ein Kommilitone später ja als Mitarbeiter oder Sozietätspartner.

Mindestens genauso wichtig ist – nach der Gründung – die Vernetzung mit den am selben Ort ansässigen Steuerberatern. Es geht darum, sich mit den Berufskollegen zu arrangieren und kein falsches Gefühl der Konkurrenz aufkommen zu lassen. So zeigt sich einerseits, auf welche Fachgebiete und Dienstleistungen sich der Neuling konzentrieren kann. Andererseits können alle Beteiligten potenzielle Mandanten, die nicht zur eigenen Kanzlei passen, zur jeweils anderen weiterschicken, die den Fachbereich besser bedient.

An Gründernetzwerken, Foren oder Arbeitskreisen beteiligen

Immer mehr Kanzleigründer nutzen zudem die weitreichenden Angebote der Steuerberaterverbände, -kammern und Software-Anbieter. Schließlich lassen sich hier vor allem Kontakte knüpfen, die für nachhaltigen Wissenstransfer sorgen und die Mitgestaltung übergeordneter Strukturen ermöglichen.

Junge Steuerberater werden hierdurch bei allen Etappen der Gründung professionell begleitet und erfahren alles Wissenswerte – von der Kanzlei-Organisation über das Personalmanagement bis hin zum Berufsrecht und zur Honorarabrechnung.

Alexander Koschier
Alexander Koschier

Alexander Koschier

Ist Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung bei Agenda. Als Leiter Business Development ist er mit der Steuerbranche und deren Herausforderungen bestens vertraut. (www.agenda-software.de)

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