Der selbstbuchende Mandant

Neue Möglichkeiten für Steuerberater

Zunehmendes Wachstum, der Wunsch nach mehr Fachwissen im Betrieb oder der Bedarf an stets aktuellen Zahlen für kurzfristige Entscheidungen – für Unternehmer gibt es verschiedene Gründe, die Buchhaltung firmenintern zu erledigen. Welche neuen Beratungsmöglichkeiten sich damit ergeben, erläutert Steuerberater Thomas Vellante.

Entscheidet sich ein Mandant, die Buchführung in seinem Betrieb selbst zu übernehmen, fällt für die Kanzlei zunächst ein Auftrag und damit eine Einnahmequelle weg. Oft betrifft der Vorgang aber nur Teile des Rechnungs- und Personalwesens: Dem Unternehmer ist es wichtig selbst zu buchen, Lohn- und Gehaltsabrechnung bleiben beispielsweise weiter in der Kanzlei. Für den Steuerberater bietet sich damit die Chance, den Mandanten mit betriebswirtschaftlicher Beratung zu unterstützen.

Die Zusammenarbeit mit selbstbuchenden Mandanten

Die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge und Auswirkungen sind vielen Unternehmern kaum bewusst. Damit ergibt sich ein großes Potenzial für den Steuerberater. Allerdings muss er seinen Mandanten diese Dienstleistung aktiv anbieten und sie von deren Vorteilen überzeugen.

Voraussetzung für die Unterstützung und Beratung sind die aktuellen Daten des Unternehmens. Der Steuerberater kann besonders in der Anfangsphase mit regelmäßigen Qualitätskontrollen unterstützen und sicherstellen, dass er monatlich alle aktuellen Daten erhält. Dadurch gelingt es, falsche Buchungen schnell zu enttarnen und die Abschlüsse zum Jahresende zügig zu erstellen.

Ein Vorteil bei selbstbuchenden Mandanten ist die ausgebildete Fachkraft für die Buchhaltung. Sie steht als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung und kombiniert ein Verständnis für fachliche Themen mit guter Vernetzung im Betrieb. Bei Problemen trägt das fachliche Know-how vor Ort zu einer effizienten Zusammenarbeit bei und hilft, eine schnelle Lösung zu finden.

Funktionieren die Buchführung und der Datenaustausch reibungslos, kann sich der Steuerberater verstärkt auf die betriebswirtschaftliche Beratung konzentrieren. Betriebliche Altersvorsorge, Prozessoptimierung oder Controlling sind ab sofort zentrale Themen in den Beratungsgesprächen zwischen Mandant und Steuerberater.

Die Wahl der geeigneten Software

Für die reibungslose Zusammenarbeit spielt der funktionierende Datenaustausch zwischen Steuerberater und Mandant eine wichtige Rolle. Entscheidend dafür ist die Wahl von kompatibler Software. Hier kann der Steuerberater mit einer Empfehlung wichtige Weichen stellen. Für die Wahl gibt es verschiedene Kriterien, die sowohl für den Mandanten als auch den Berater relevant sind.

So sollte die Software für eine schnelle Einarbeitung einfach zu bedienen sein. Unterstützung in Form von Online-Seminaren oder einer gut erreichbaren Hotline durch den Software-Hersteller sind dabei von großem Vorteil. Zudem sind ein einfacher Datenaustausch, die Kompatibilität mit der Kanzlei-Software und nicht zuletzt der Preis bei der Auswahl der Mandanten-Lösung von Relevanz. Wer Wert auf umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten legt und sich Zeit sparen will, sollte auf ein professionelles System setzen.

Fazit

Mit selbstbuchenden Mandanten verschieben sich die Schwerpunkte in der Zusammenarbeit. Der Steuerberater hat die Chance, das Geschäftsfeld Beratung auszubauen. Wichtige Voraussetzungen auf Seiten des Beraters sind betriebswirtschaftliches Wissen und die Bereitschaft, dem Mandanten die neuen Dienstleistungen aktiv anzubieten. Ein reibungsloser Datenaustausch durch kompatible Software erleichtert die Kooperation erheblich.

Thomas Vellante
Thomas Vellante

Thomas Vellante

Ist Inhaber einer Steuerkanzlei mit zehn Mitarbeitern im oberbayerischen Otterfing bei Holzkirchen. (www.kanzlei-vellante.de)

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